Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1106
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ÜOß FILA-GAS. Nr. 2880-2885.

2880. Unbekannter Formschneider., welcher wahrscheinlich imKloster der Augustiner zu Lüttich lebte. A. Pinchart,

F.I.LvA Archive! des Arts &c., Gand 18li0 p. 00, fand in einem" Manuscripte des Klosters einen Holzschnitt eingeklebt,welcher Maria mit dem Jesuskinde und St. Anna von zwölf Heiligenumgeben vorstellt. Im Rande stehen vier Verse: 0 mere sainte Anne

digne q'uon reclame ----------*577. Die Buchstaben FI LA deutet

Pinchart: Frater Joannes Lambertus (?). H. 28 cent. I3r. 18 c. 5 m.

2881. Zeichen einer unbekannten Falence - Manufaktur, welchevon 1550 — 1020 bestand. Die verschiedenen Gefässcaus dieser Fabrik sind emaillirt, und mit den Buch-staben FM bezeichnet. Der Fabrikort ist in Deutsch-land zu suchen.

2882. Francis Y. Huristone, Bildniss- und Genremaler in London,r~f \ i f\j o ß c ^- um 1803, nahm in seiner früheren Zeit die

"1 •^■4\ • \%Vt holländischen Meistor, besonders Rembrandt zum0 O 0\j j Vorbilde, und gründete vornehmlich als Bildniss-maler seinen Ruf. Später unternahm er Reisen nach Frankreich undItalien, um Studien zu figurenreichcren Bildern zu machen. Um 1837malte er daher auch italienische Scenen. Ein Gemälde von diesemJahre mit den Initialen F. Y. H. stellt das unter dem Namen La Morrabekannte italienische Spiel vor, und ist im Besitze des M. II. ßradloy.Huristone malte auch romantische Darstellungen. Dazu boten ihmShakespearo und andere Dichter Stoff. Fr ist seit Jahren Präsidentder englischen Künstlergescllschaft.

2883. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17.jl^ Jahrhunderts thätig war. "Wir haben II. No. 2071 ff. ähnliche

U\_ Monogramme beigebracht, der Meister mit dem gegebenen Zei-J» T chen ist uns aber erst nachträglich bekannt geworden. Ercopirte das radirte Blatt des Agostino Carracci B..No. 31 von derGegenseite mit dem Stichel. Im Rande steht: Maler admirabüis orapro nie.

2884. Albert Glockendon, der ältere und der jüngere, kommen^ ^— D /7\V I- No. 042 vor, und wir haben zusammen-

' J V O \p\) gestellt, was über beide Künstler verlau-Jr —^~J tct. Das gegebene Zeichen mit der Jahr-zahl 1568 fanden wir nachträglich auf einer Zeichnung zu einem Glas-gcmälde, und wir möchten fast glauben, dass noch ein dritter AlbertGlockendon gelebt hat. Der jüngere Meistor dieses Namens veran-staltete, wie bemerkt, 1540 eine neue Ausgabe der Perspektive desGeorg Glockendon, er war aber 1508 sicher ein so alter Mann, dasser bereits einen gleichnamigen Sohn haben konnte. Die Zeichnung,ein Wappen mit Schildhaltcrn, ist sehr sicher behandelt, und deutetauf eine neuere Schule. Und wenn wir auch keinen dritten AlbertGlockendon annehmen dürfen, ist doch die Lebenszeit des jüngerenKünstlers dieses Namens bis 1Ü08 auszudehnen.

2885. Georg Friedrich August Schöner, Bildniss - und iiistoricn-/~3 /^~\ maier, geb. zu Mannsbach 1774, gest. zu Bremen

^-/^/ / ****' behauptet im Künstler-Lexicon eine ziemlichwr»^l(/ ausführliche Stelle, und es ist bemerkt, dass er-^^LZs ■ eine Reine von Jahren als Portraitmaler Ruf ge-

noss. Er lebte mehrere Jahre in Frankreich, und hinterliess auch inDeutschland zahlreiche Werke. Darunter sind viele Bildnisse berühm-