1102 IMF. Nr. 2864-2867.
wir das Bildniss des Otto Werdmüller nach H. Holbein, und jenesdes Pfarrers Salomon Brenwald, kl. fol. Ein schön radirtes Hauptblattstellt die Flucht nach Acgypten vor. Maria sitzt rechts auf dem vonJoseph geleiteten Thiere, und voraus gehen zwei Engel mit Lebens-mitteln. Die Landschaft ist in der Weise Tizian's geordnet, Meyerscheint aber eine Zeichnung von Marco Torbido del Moro benützt zuhaben: Unten steht Johann Meyer, gr. qu. fol. Uebrigens war Meyerselbst ein guter Zeichner. In der Sammlung des Dekan Veith inSchaffhausen waren einige Zeichnungen, und darunter auch das Bild-niss des Malers, kl. fol. Der Künstler bediente sich des Rothsteins,oder der schwarzen Kreide, und ging dann mit Tusch darüber. Tusch-zeichnungen auf farbigem Grunde sind dann mit Weiss gehöht EineRötheizeichnung mit der hl. Maria und dem Kinde, welchem Johanneseinen Vogel reicht, ist von 1668. Rund, 4.
2864. Johannes Maggi, auch Maggius und Majus, Architektur-T M F ,na ^ er u "d Radirer, geb. zu Rom 1500, gest. 1629, hinterliess
" eine bedeutende Anzahl von Blättern mit Bildnissen, histo-rischen Compositionqn, architektonischen Ansichten und Landschaften.Darunter ist eine interessante Folge in 45 Blättern: Ornamenli difabriche antichi e moderni delV Alma Citlä di Roma 1600, 1616,4. und qu. fol. Dieses Werk enthält verschiedene Ansichten von römi-schen Gebäuden und ein zweites solche der öffentlichen Brunnen Rom's:biuova raecolta di fontane — nelV alma cittä di Roma, Tivoli eFrascati. Diese Folge besteht aus 58 Blättern von Maggi, F. Cor-duba und D. Barriere. Zu den im Künstler-Lexicon verzeichnetenRlättern nennen wir als schön und selten: 11 morale trionfo di Bac.co,Inventar del vino, interessante und geistreiche Radirung von 1598,gr. qu. fol., die Marter der Jesuiten und Minoriten in Japan 1397,gr. qu. fol Auf architektonischen und landschaftlichen Blättern findetman die Initialen des Namens. Der Künstler zeichnete aber auch10. MA. F. und 10. M. F.
2865. J. M. Friedrich, Kupferstecher, war in der zweiten Hälftet M V d ^ es '^" JBhrhunderts in Regensburg thätig, und hatte1.7VL. r- so.It, j m naturhistorischen Fache grosse Uebung erlangt.Von ihm sind die Blätter in Scheffer's leones Insectorum circa Ratis-bonam indigenorum. Ratisbonae 17 70, 4. Auch für Scheffer'sElemenla ornüholoijica —. Ratisbonae 177b, arbeitete er.
2866. Stempelschneider nnd Münzmeister, welche /. M. F. zeich-
T M V neten ' I' lre Namen verzeichnet Schlickeysen, und wir lassen1. J.V1. r. s j e jjj er foig ell .
Jean Mauger, Stempelschneider in Paris, zeichnete auch /. St.,und daher ist er schon oben eingeführt. Starb 1722.
Johann Michael Federer, Münzmeister in Regensburg, 1700—1738.Er prägte den /. M. F. gezeichneten Thaler mit dem Brustbilde desBischofs Johann Philipp Lamberg von Passau 1703.
Johann Martin Förster, Münzmeister in Nürnberg 1755—1704.
John Milton, Stempelschneider in London 1795—1802.
J. Minheymer, Stempelschneider in Warschau von 1850 an.
2867. Johann Melchior Füssly, Zeichner und Kupferstecher vonr |vi y r ■7/u-f^ Zürich, welcher 1736 im 59. Jahre starb, hin-
11 Zjtc.^JdfJc. ter ij ess e ine grosse Anzahl von Blättern, indem
Cj~ /l/nr'l i j r in der Scheuchzer'schen Bibel allein 750 Abbil-
cS.C/'ZQ/. cUl/cf de düngen vorkommen. Andere Blätter sind in
Scheuchzer's Helvetiae historia naturalis. Zürich 1161, 4. Sie tragen