IMF. Nr. 28S9-2863. 1101
Gedruckt V Amsterdam by Abraham Goos — 1616. Das Blatt mitder Blumenvase erschien in seinem Verlage, wir finden aber keinenZeichner oder Maler J. Mer nachgewiesen. Um 1620 soll ein Kupfer-stecher Johann Mer im Hause des Hicronymus Wierx gelebt haben.
2859. Unbekannter Radirer, welcher nm 1024 thätig war. Dasjr Kä^4 gegebene Zeichen findet man auf einer flüchtig radirten Titel-Ll^V einfassung, deren Verfertiger zwar nicht strenger Zeichnerist, aber doch Sinn für Anordnung zeigt, und seinen Figuren Bewegungzu geben weiss. Diese Einfassung enthält in zehn Abthcilungrn ver-schiedene Sccnen aus dem Leben eines liederlich gewordenen Studen-ten, und gehört zu folgendem Werke: Faceliae Pennalium \ Das ist\AUerley Lustige \ Schuelbossen Auss | Hieroclis faceliis Philosoph- |orum zum Theil verdeutscht, und zum I Theil auss dem täglichenProlho - collo der heutigen Pennal \ zusammengetragen - . Gedruck(sie) im Jahr MDCXXV. 'Vier Bogen, 4.
2860. Joseph Melchior, Landschafts- und Thicrmaler in München,■ geb. zu Nymphenburg 1810, machte sich durch Bilder in Oel
JVC • und in Aquarell bekannt. Sie stellen meistens Pferdegruppenund Reitergefechte vor, und dazu kommen verschiedene Skizzen, welchenicht zur Ausführung kamen. Auf Aquarellen und kleineren Gemäldenfindet man das Monogramm. Melchior lebt noch in München.
2861. Joachim Martin Falbe, Maler und Radirer von Berlin,Schüler von Johann Harper und Anton Pesnc, hinterliess meh-rere Blätter nach Zeichnungen von Rembrandt, welche gut nach-geahmt siud, da er sich die Radirungen dieses Meisters zum
Vorbilde genommeu hatte. Seine Blätter stellen meistens Büsten undFiguren von sogenannten Orientalen vor, 8., 4. und fol. Auf etlichenBlättern kommt das Monogramm vor, wie auf einem solchen mit einemstehenden Orientalen. Unten liest man: Rembrandt del. , und dannfolgt das Monogramm, 8.
2862. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende des 16.r . — t | Jahrhunderts gearbeitet hat. Man findet die
<Co oT o K\ o "Po o > gegebenen Buchstaben auf einem Blatte in II.U ]| J. n\ . Sj ipj namelmann's Oldenburgisch Chroni-con &e. Oldenburg 1!>!)9, fol. Rechts vorn sieht man die Minervaund die allegorische Gestalt der Malerei, mehr dem Mittelgründe zusieben andere Figuren mit verschiedenen Instrumenten, Globen, Bü-chern &c., und aus den geöffneten Wolken schwebt ein kleiner Engelmit Kranz und Palmzwcig herab. Im Hintergründe brei'tet sich eineStadt aus, und im Boden auf einem Täfclchen stehen die BuchstabenI.M.F. Rund, Durchmesser 5 Z. 2 L.
Von J. Maggi kann dieser Kupferstich nicht herrühren.
2863. Johann Meyer, Maler und Kupferstecher von Zürich, wurdet ™ , ( . 1055 geboren und hinterliess Zeichnungen mit den Initialen1. fti. i . ( j cg Samens. Darunter sind solche mit Reitergefechten
auf bräunliches Papier getuscht, und werden im Dcrschau'schen Catalogerwähnt. H. 2 Z. 10 L. Br. (5 Z. 4 L. Meyer hat auch sechs Blättermit Cavalleriegefechten radirt, und zwar in demselben Formate. Siesind bezeichnet: Joh. Meyer fec. Dan. Frank exe. Im zweiten Druckeist Schmidhammer's Adresse beigefügt. Meyer zeichnete auch Land-schaften mit der Kreide, und tuschte sie aus. Eine solche Zeichnungist Joh. Meyer Mahler von Zürich 1670 bezeichnet.
Dann hat dieser Künstler auch viele Bildnisse radirt und gesto-chen. Zu den im Künstler-Lexicon verzeichneten Portraiten nennen