Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1065
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ILO. Nr. 2748. 1068

figürliche Zeichen , und auch die Buchstaben B. 6. findet man auf einemgrösseren Holzschnitte mit der ganzen Figur des Philipp Melanchthonim Pelzrocke mit Buch und Mütze in den Händen. Oben rechts istsein Wappenschild und unten links die geflügelte Schlange mit derJahrzahl 1561. Unten zu den Füssen ist das oben gegebene figürlicheZeichen und 6. G. , ähnlich B. C. II. 9 Z. 2 L. Br. 5 Z. 7 L. DiesesBildniss findet man im Chronicon Carionis exposilum et auetum aPhiiippo Melanlhone et Casparo Peucero. Wiltenbergae, H. l.uffl1512, 1HTO, 15«0, 1H(19, Fol. Dieses Blatt ist aber auch angethan,den J. Lucius von der Theilnahmc am Schnitte auszuschliessen, indemer 1572 in Nordteutschland lebte, und mit Hans Lnfft kaum mehr inVerbindung stand. Das Kleeblatt kommt aber auch auf Holzschnittenin der Lufft'schen Bibel von 1560 ff. vor, und für dieses Werk könnteLucius gearbeitet haben, da er erst 1564 Wittenberg verliess. In dererwähnten Bibel sind auch Blätter mit dem Monogramm / VC. resp.ILC, dem Messer und dem Klecblatte bezeichnet. Dieses Monogrammkann aber nur auf J. Lucius deuten, man mag nun Jakob von Cron-stadt oder Jacobns Lucius Corona lesen. Wenn das Kleeblatt und einanderer Schnörkel nicht dem Lucius angehört, so begleitete ihn einunbekannter Kormschneider, welcher dieselbe Hand führte, wie er.An J. Thilfel oder Teufel können wir nicht denken. In der Geschichteder Formschneidckiinst figurirt auch ein Kleemann, welcher um dieMitte des 16. Jahrhunderts nach L. Cranach gearbeitet haben soll.Auf ihn führte nur das Kleeblatt unter dem Monogramm IVC. mitdem Messer.

2748. Jean le Clerc, Kunsthändler und Formschneider in Paris,QfJPQ l )u,,, ' cirte um 1590—1615 eine Anzahl von Knpfer-j j ,-4 -T-, stieben und Holzschnitten, sowie andere Werke,

l'l / ( ^ - r deren wir unter dem Monogramm I.C.L. No. 2132

aufgezählt haben. Wir verweisen daher auf jenen Artikel, und bemer-ken hier nur, dass auf Blättern einer Folge von 10 Holzschnitten mitder Schöpfungsgeschichte und mit Darstellungen aus dem Leben Jesuauch die Initialen /. L. C. vorkommen. Diese Folge hat die Adresse :Parisiis, apud Joannem le Clerc, in vico Frementello, sub Stellaaurea, und man kann daher mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass sichdas Monogramm und die Initialen auf diesen Jean le Clerc beziehen.Doch hat an der Folge auch ein Monogrammist N P, nämlich NikolausPrävost Theil. Die obigen Initialen kommen aber auch auf Kupfer-stichen vor, welche von J. le Clerc herrühren könnten, und uicht alsVersagsartikel zu betrachten seyn dürften. Auf Blättern dieser Cate-gorie steht gewöhnlich: J. Le Clerc exeudit, wie auf einem grossenBlatte von Elie du Bois, welches den hl. Carolus Barromäus vorstellt,wie ihn Engel krönen 1610, gr. Fol. Auch sieben Blätter von LeonartGanltier mit den Geheimnissen des Rosenkranzes haben diese Adresse,sowie etliche Blätter mit Madonnen von demselben Meister u. s. w.Die Initialen /. L. C. F. lassen den Jean le Clerc sicher als Kupfer-stecher erklären. Man findet sie auf einer grossen allegorischen Dar-stellung , welche den oberen Theil der bildlichen Einfassung einesWandkalenders von 1613 bildet. H. 14 Z. 3 L. Br. 4 Z. 6-7 L.Diese Platte ist über eine zweite von ähnlicher Breite und 15 Z. 3 L.Höhe gedruckt, auf welcher zu beiden Seiten die Standbilder der Sonne,der Venus , des Saturn, des Jupiter, des Merkur und der Luna zusehen sind. Auf einem Zettel steht: J. Le Clerc exeudit 1613 —.Diese zweite Platte wurde etliche Jahre hindurch benützt, denn wirkennen auch einen Calender von 1616,