Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1064
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1064 JLC. Nr. 2747.

Simon Leupolddie Papicrlicferung fürihn besorgte und den Verlag seinerDruckwerke erhielt, wie aus Lisch Jahrbüchern V. S. 1S4 zu ersehen ist.Das vortrefflichste Formschnittwerk mit dem Namen des Künst-lers ist der 1i>78 in Rostock gedruckte Stammbaum des mecklen-burgischen Fürstenhauses, welcher Wiehmann-Kadow in Naumann'sArchiv 11. S. 131, und in dessen Schrift über die mecklenburgischenFormschneider 1838 S. 24 beschreibt. Dieser Stammbaum hat dieAufschrift: Der Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten vnd Herrn,Der Herlzogen zu Mechelnburg, Fürsten zu Wenden, Grafen zuSchmerin, der Lande Rostock vnd Stargard Herrn GENEALOGIAoder Stamm Register, aus bewerten erkunden vnd documenlen, vonANTYRIO biss au ff den jetzigen Regierenden Landesfürsten HERZOGULRICHEN zu Mechelnburg zusamen verfasset vnd gezogen. DieStammtafel ist von einer etwa zwei Zoll breiten Einfassung umgeben,in welcher Kriegsrüstungen, Trophäen, Symbole, Namenszüge u. dgl.sehr sauber ausgeführt sind. In der Mitte des Stammbaumes befindetsich das mecklenburgische Wappen mit den beiden Greifen, und linksunten in der Einfassung seht: Cornelius Cromenei pinxit, rechts:Jacobus Lucius Trans, sculpsil. Dann folgt die Adresse: Gedrucktzu Rostock durch Jacobum Lucium Siebenbürger. Dieses nur inwenigen Exemplaren erhaltene Werk besteht aus sieben Blättern, jist70 Z. 2 L. lang, und 20 Z. 4 L. breit. Der Maler Cornelius Cromenei,auch Cromini und Kromeny ist unbekannt geblieben. Er malte Bild-nisse der Herzoge von Mecklenburg. Auch der Altar in der Kirchezu Rühn ist ein vorzügliches Werk von seiner Hand. Andere Holz-schnitte mit dem Namen des Künstlers kennt Wiecbmann-Kadow nicht.In den von Lucius gedruckten Verordnungen kommt häufig das gutgeschnittene mecklenburgische Wappen vor. Höhe 3 Z. 7 L. Br. 3 Z.4 L. Dieses Wappen ist eine veränderte Copie des grösseren Wappens,welches mit einem kleineren 1.'i!>2 zu Wittenberg nach der Zeichnungdes jüngeren L. Cranach geschnitten wurde. Das Hauptwerk aus derOffizin des J. Lucius ist die IU80 gedruckte niedersächsische Bibel.Auf der Rückseite des Titels sind die Wappen der wendischen StädteLübeck, Hamburg, Rostock, Stralsund, Wismar und Lüneburg, 4. Dieseshübsche Blatt hat ein figürliches Zeichen, wie unter dem Täfelchenmit I. L. CT gegeben. Auch kleiner als das obige Facsimile unddreiblätterich findet man es auf Holzschnitten mit Darstellungen ausdem alten Testamente in leichter Einfassung. Solche Holzschnittekommen in Büchern vor, welche Lucius zu Wittenberg, Rostock undHelmstedt gedruckt hatte. Wir können annehmen , dass der Künstlerdadurch seinen Namen angedeutet habe. Ausserdem mttsstc man einenFormschneider annehmen, welcher dem Siebenbürger auf allen Zügengefolgt wäre, und ganz in seiner Manier gearbeitet hätte. Ein solcherist aber nicht nachgewiesen , wenn nicht allenfalls der Meister 6. G.II. N. 1116 eintreten könnte. Er lieferte Holzschnitte für die nieder-sächsische Hauspostille des Dr. M. Luther von IS89 kl. Fol AufBlättern dieses Werkes kommt auch das Kleeblatt vor, es fragt sichaber, ob nicht .1 Lucius darunter seinen Namen angedeutet habe. DiesesKleeblatt findet man auch auf Holzschnitten in der Lutber'scben Bibel,welche 1S60 Hans Lufft in Wittenberg druckte, und abwechselndauch ein anscheinlich ans IVC gebildetos Monogramm mit einemKleeblatt darunter. Dieser IVC oder richtiger ILC ist wohl sicherJacob Lucius von Cronstadt, und daher wird das Kleeblatt alleinebenfalls seinen Namen andeuten. Er hat in dieser Hinsicht nuran dem erwähnten Meister I). G. einen Concurrenten, von welchemdie Blätter mit dem einzelnen Kleeblatt herrühren könnten. Dieses