1034 I K W - I L. Nr. 2707-2712.
!i) Zwei Ansichten der Stadt, die Burg daselbst, Aussicht vom Burg-thor, das Thor gegen die Frcyung auf der Burg, und das gothischeThor.
6) Folge von 0 Blättern mit Landschaften und inneren Wald-partien , qn. 4.
2707. Unbekannter Maler, welcher in der esten Hälfte des 18.r\ eis ,iy, / Jahrhunderts thätig war. Er hintcrliess ein radirtesJ. J\ . yy.j- Blatt mit diesen Initialen, welches den Brand einerKirche vorstellt. Links oben bemerkt man den Blitzstrahl, um dieUrsache des Brandes anzudeuten. Der Künstler steht aber damit aufeiner geringen Stufe. H. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 9 L.
2708. Johann Leypold, Zeichner und Kupferstecher, war zu An-
t fang des 17. Jahrhunderts In Bamberg thätig. Er stach dasiL Bilduiss des Bischofs Johann Gottfried von Bamberg, halbe FigurrJ in einem architektonisch verzierten Oval mit Heiligen in denEcken. Das Monogramm steht links im Oval, und unten rechts: Jo-annes Leypold deiineavil et sculpsit, kl. fol. Das Bildniss diesesFürstbischofs hat ]'. Tselburg 1018 und 1020 gestochen, wir wissenaber nicht, ob Leypold das Vorbild von ihm entlehnt habe. Das frü-heste Bildniss desselben ist jedoch von 1612, und nicht von Iselburggestochen.
2709. Laurenz Janss. Micker, Goldschmied und Kupferstecher,hintcrliess eine schöne Folge von Goldschmiedsornamentennach Zeichnungen von. Adrian Muntinck, welche wir unterdem Monogramm des letzteren I. No. 908 erwähnt haben.Nach Brülliot I. No. 2321 kommt jauf Blättern dieses Mei-sters das gegebene Zeichen vor, so dass man Laurenz Janssen lesenmfiggte. Unter La. ./. M. kommen wir auf diesen Meister zurück.
2710. Zeichner, Geschichtsforscher und Archäolog ist der Trägerdieses Monogramms. An dasselbe schliesst der Beisatz Wars-z-awa i(l2fi, Wilno 1022 und ßruxell, 1060. Er fertigtedie Abbildungen, welche in seinen Schriften vorkommen, selbst
auf Kupfer, und veranstaltete auch eine Apartausgabe derselben: Al-bum d'un graveur Polonais. Posen 1054.
2711. Jan de Later, oder John Lloyd, dürfte das Blatt geschabthaben, auf welchem das gegebene Zeichen vorkommt. Es
o/& enthält das Bildniss des S. G. Jeffreys in Oval. Unten istdas Monogramm und die Adresse des E. Cooper. H. 4 Z.Br. 3 Z. 3 L.
Dieses Blatt ist in der Weise des A. Blooteling behandelt, undscheint gegen Ende des 17. Jahrhunderts erschienen zu seyn.
2712. Hermann Saftleven oder Sachtleven behauptet oben No. 1219/'„ eine ausführliche Stelle, und aus diesem Artikel, wie aus
. • jenem No. 1223 geht hervor, welche Bewandtniss es mit^ fuo - den gegebenen Zeichen habe. Das erste kommt mit ge-ringen Abweichungen auf Saftleven's Originalradirungen vor, der Künst-ler wollte aber dadurch nicht //,, sondern HSL andeuten. Man wirdaber eher HL oder IL lesen. Noch deutlicher sind aber die Buch-staben IL im zweiten Zeichen. Man findet es mit dem Beisatze ine.oder inuenlor auf Radirungen des Jan van Acken nach Zeichnungendes IL Saftleven. Dieser Künstler fügte auch das erste Zeichen mitder Jahrzahl 1082 bei. Die Blätter des J. van Acken beschreibtBartsch I. No. 280.