IKF — IKR. Nr. 2702—2706. 1033
1718 darunter. Wir finden bei Schlickeysen keinen Anhaltspunkt zurDeutung der Initialen.
2702. Johannes Körver, Goldschmied aus Braunschweig, fertigte.1. K. F. ) *" e silbernen Reliefs des Altares in der Marionkirche
' ' > zu Rügenwalde in Pommern. Diese Reliefs sind sehr.1. Kor. r . | schön, und Körver erwies sich als geschickter Künstler.Näheres s. Kugler's Pommersche Kunstgeschichte 1840. S. 241. DerCiselenr Körver oder Körver starb 1007.
2703. ß. und J. Kip nennt sich ein Emailmaler, dessen wir unter
@G Kl No. 86 bereits erwähnt haben. Das Email mit dem ge-gebenen, auf der Rückseite in das Kupfer gestempelten Zeichenhaben wir ebenfalls beschrieben. Es werden sich aber nochandere Emailcn mit diesem Stempel finden. Um Uebrigen s. No. 86.
2704. Joseph Philipp Kraus, Landschaftsmaler, geb. zu Bamberg* 1788, malte in seiner früheren Zeit auf Porzellain, und Bild-
T~J\ nissc in Miniatur, und besuchte dann 1812 die Akademiefcr' in München, wo er von 1814 an unter den Landschaftern/ \ genannt wurde. Er malte Landschaften in Oel und Aquarell,■*■ ^- und fügte auf mehreren Bildern das Monogramm bei. Vonzwei grossen lithrtgraphirten Blättern stellt das eine das Kloster Banz,das andere das Kloster Tegerusee vor, beide 1818 auf Stein gezeichnet.Ein schön radirtes Blatt von 1819 schildert eine Sennhütte in derGegend bei Tegemsee, gr. qu. 8.
Kraus begab sich 183!) von München nach Bamberg, und starbdaselbst vor einiger Zeit.
2705. Jörg Kopp, Maler in München, war Schüler des ChristophT- K - P 1ßOS Schwarz, und hinterliess Zeichnungen und Ge-
. louo. j^]^ jj, ( ] er Weise desselben. Er bediente sichauch eines aus G K bestehenden Monogramms. Die Initialen /. K. P.stehen auf einer grossen Miniatur mit dem Bildnisse der PrinzessinMaria Christina im bayerischen National-Museum zu München. DiesesBildniss ist sehr gut gemalt. Auf anderen Miniaturen scheint dasMonogramm aus H K gebildet zu seyn. Zur Zeit dieses Meisters lebteauch ein Johannes Kappler, welcher ebenfalls l.K.P. zeichnete.
2706. Johann Jakob Kirchner, Landschaftsmaler undRadirer, geb.w (TY* /• zu Nürnberg um 1706, machte seine Studien auf der Aka-J. Jvrj. d em i e i n München, unternahm dann Reisen im bayerischenHochlande, und begab sich zuletzt auch nach Italien. Kirchner maltenur wenig Bilder in Oel, auf seinen Wanderungen fertigte er aber vieleZeichnungen, deren in Aquarell ausgeführt sind. J. A. Klein benützteetliche seiner Zeichnungen zu den in Umriss radirten Ansichten vonWien, gr. 4. Eine andere Radirung von Klein stellt den KupfersteeherKirchner auf derFussrcise vor, 8. Folgende Blätter sind von Kirchnerselbst radirt. Die Copie des Brustbildes von Carl dem Grossen nachAlbrecht Dürer haben wir im Künstlcr-Lexicon erwähnt. Auf einigenBlättern kommt die gegebene Bezeichnung vor.
1) Ein Waffenschmied in seiner Werkstätte, qu. 12.
2) Ein geharnischter Ritter durch eine Landschaft reitend, qu. 4.
3) Eine Landschaft, rechts auf dem Borge mit einer Kirche. Copienach A. van Evcrdingcn, qu. 4.
4) Ansichten von Nürnberg, sowie von der Burg daselbst, ge-zeichnet und radirt 1822, kl. qu. fol. und qu. 8.