Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
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986
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986 I H M. Nr. 2585-2887.

Johann Heinrich Madelung, welcher i760 als Münzmeister in Ol-denburg auftritt, und 1770 Wardein in Kongsberg wurde. Von 1773bis 1776 war er Münzmeister daselbst.

Dazu kommt noch ein uns unbekannter Medailleur oder Münz-meister. Die Initialen /. //. M. findet man auf einer Medaille mit demBildnisse des Kaisers Joseph I. und der Krönungsscene. Handmannkann diese Medaille nicht gefertiget haben, da die Krönung 1705statt fand.

2585. Johann Heinrich Meyer, Zeichner und Itadirer, geb. zuT T_J SA -\.j Zürich 1755, wollte Anfangs nur als Dilettant

i/'/u ' ^^^' gelten, indem er erst als Mann von 27 JahrenvT' HJrU J~c'. auf Veranlassung des Dichters Salomon Gessner

und dos Malers Ludwig Hess mit Ernst der Kunst sich widmete.Seine früheren Radirungen erschienen in zwei Heften unter dem Titel:Landschäftgen nach Schweizermalern radiret von einem Kunstlieb-haber. Zürich 11(10. Darin sind Blätter nach S. Gessner, J. H.Wüst, L. Hess, C. Gossner, Freudwciler, L. Meyer von Knonau undHuber, kl. qu. 4. Nach Ludwig Hess radirte Meyer auch noch spätereinige Landschaften, und auf solchen Blättern findet man neben an-dern die Initialen des Namens in Cursiven. Von 1789 an radirte ereine bedeutende Anzahl von kleinen Schwcizeransichtcn für die Fort-setzung des von S. Gessner gegründeten helvetischen Almanach. (DieseBlättchen sind sehr geistreich behandelt, es kommen aber auch Ra-dirungen in grösserem Formate vor. Das Werk dieses Künstlers istsehr bedeutend. Dekan und Antistes Voith in Schaffhausen besass esmit den verschiedenen Abdrücken in 400 Blättern. Ausserdem hin-terliess er auch Zeichnungen in Aquarell, Tusch und Sepia. SeineFederzeichnungen sind mehr oder weniger ausgearbeitet. Sie bestehenin Ansichten und theils baumreichen Landschaften. Auf Zeichnungenkommen zuweilen die ersten Initialen vor.

2586. H. M- Müntz, Landschaftsmaler undRadirer, war um 1700"7 1-f • /Tt ^'90 thätig, zuletzt in Cassel. R. Weigel nennt

<_/• *s~t J/l j m Kunstkatalog eine reiche Landschaft mit Wasserfallin Aquarell von 1706, qu. fol. Auf dieser Zeichnung steht der Namedes ziemlich unbekannten Künstlers. Die gegebenen Initialen findetman auf radirten Landschaften mit Ruinen in der Weise des OswaldHarms. Sie bilden eine Folge, wir wissen aber nur von drei A— Cbezeichneten Blättern. Es kommen zweierlei Abdrücke vor, die spä-teren mit eingeschliffenen Tuschtönen. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 6—7 L.In folgendem Werke sind Vignetten von Müntz: KurzgefassteAbhandlung über die Aetzhunst und die geätzten A4 Blätter, welchedurch Joh. Heinrich Tischbein, Inspektor der Bilder-Gallerie zuCassel, herausgegeben sind. Zur Belehrung für angehende Künst-ler und Liebhaber. Mit Vignetten von J. II. Müntz. Cassel 1190, fol.

2587. Johann Heinrich Meil, Maler, Bildhauer und Radirer, geb.rr'yp u r zn Gotha 1729, gest. zu Berlin 1803 als Rcctor der Aka-J.JV.JW.J-. (] era j e) gehört zu den vielseitigsten Künstlern seiifcr Zeit,indem er auch in der Stempelschncidekunst excelliren wollte. Wirkennen eine mit seinem Namen bezeichnete Medaille auf C. F. Geliert,welcher 1749 zu Leipzig starb. Der Kopf ist aber sehr verbildet, einerCarricatur ähnlich, so dass vielleicht eine Todtenmaske vorlag. InBerlin modellirte Meil verschiedene Medaillen, und schnitt eine solcheauf die Ankunft des russischen Grossfürsten. Hier handelt es sichindessen nur um die radirten Blätter dieses Meisters. Auf Vignetten