HLH<
984 IHK-IKK. Nr. 2S76-2577.
zwei Genien das Wappen von Frankreich und Navarra mit dem hei-ligen Geistorden, und rechts steht über dem einfachen, von Lilien besäe-ten Mantel umhangenen französischen Wappen : Summa Legis Salicae [ex Math. 6. v. 20 | Lilia Campi neque fatigantur —. Im Cartouche
unter dem Wappen: Macula | Regum Capita -------, und zuletzt
/. H. H.
2576. Johann Baptist Kirner, grossherzoglich badischer Hof-maler, geb. zu Furtwangen 1806, zählt zu denvorzüglichsten Künstlern seines P'aches. Wirhaben ihm bereits im Künstler-Lexicon eine Stellegewidmet, und die Werke aufgezählt, welche bis
1839 ins Publikum kamen, und mit grossem Beifalle aufgenommenwurden. In seine frühere Zeit gehören einige historische Bilder, Kir-ner betrat aber bald das Gebiet des Genro's, und erregte zuerst durchseine Darstellungen aus Hebels allemanischen Gedichten Aufsehen.
Später wandte sich der Künstler dem unmittelbaren Leben des Volkeszu, und es entstand eine Reihe von Bildern aus dem badischen Ober-lande, dem Schwarzwalde, der Schweiz, und von 181(2 an aus Italien.Er behauptet seit vielen Jahren in München den Ruf eines geistreichenund originellen Meisters, und ohne weiter auf seine Malwerke einzu-gehen, zählen wir zur Ergänzung des Artikels im Künstler-Lexicon nurdie Lithographien und Kupferstiche nach denselben auf. Das Mono-gramm kommt auf einigen Gemälden aus seiner früheren Zeit vor,später schrieb er gewöhnlich den Namen aus.
Der Schweizer-Grenadier, die Juli-Revolution erzählend. Das inder Gallerie des Grossherzogs von Baden befindliche Gemälde erregte Auf-sehen. Lithographirt von G. Bodmer in München, qu. roy. fol.
Raphael in der Michel-Angelo-Kneipe (sie) in Rom. Kirner maltedieses Bild 1832 in Rom. Lith. von II. Kohler, qu. roy. fol.
Der Ziegenhirt im Sabinergebirge. Lith. von F. Hanfstängl fürdas Münchener Künstler-Album, fol.
Spielende Kinder römischer Hirten. Lith. von F. Hohe für dessenneue Malwerke aus München, roy. fol.
Ländliche Musik. Lith. von W. Straucher für F. Hohe's neueMalwerke, roy. fol.
Der von den Tirolern durch eine Puppe geäffte Wirth. Lith. vonG. Bodmer, qu. fol.
Der schwäbische Nachtwächter. Lith. von Dressely, gr. qu. fol.
Die Rückkehr vom badischen landwirtschaftlichen Feste. Gest.von G. Jaquemot für den Rheinischen Kunstverein, qu. roy. fol.
Ave Maria. Lith. von H. Kohler, gr. fol.
Die fromme Gabe. Lith. von Fertig, gr. fol.
Die Kartenschlägerin. Das Gemälde in der neuen Pinakothekzu München, gest. von A. Schleich, gr qu. fol.
Scene im Schwarzwalde 1848. Das Gemälde im Besitze des KönigsLudwig I. , lith. von J. Wölffle für das Werk der k. b. Pinakothek,qu. roy. fol.
Der Landarzt. Stahlstich von A. Fleischmann für das König-Ludwigs-Album, gr. fol.
Guardia civica. Das Gemälde in der Grossherzoglichen Kunsthallein Carlsruhe. Lith. von C. Feederle für das Gallcriewerk, roy. fol.
2577. J. H. Kretschmer, Kupferstecher aus Stuttgart, bezeichnetetj ~ir u i n der gegebenen Weise die Blätter folgenden Werkes:
<J. S\.JXj Historische Beschreibung des Herzogtums Würtemberg,tA-. / _^Cii von C. F. Sattler. Stuttgart 1752, 4. Dieser Künstlerist uns nicht weiter bekannt.