Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
974
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974 IH. Nr. 2538-2539.

Bartsch I. p. 103 beschreibt 14 radirte Blätter von der Hand desJ. van den Hecke, und Weigel fügt in den Supplements au peintre-graveur p. 14 noch neun andere bei. Darunter ist eine Folge vonsechs Blättern mit verschiedenen Thieren und dem Namen: J. V. Heckejunior fe aqua forli, qu. 8. Diese Folge ist nicht mit einer anderenzu verwechseln, welche Gruppen von Pferden, Eseln, Ziegen undHunden enthält, unter dem Titel: Alcune Animali disegnale perGioanni r. d. Hecke et inlagliale per Teodoro v. Kessel 1654, qu. 12.Auf der ersten Folge nennt sich J. van den Hecke den Jüngeren, undwir müssen daher einen Aelteren voraussetzen. J. van den Hecke sen.war in Rom, und von ihm ist die sehr schön radirte Folge von zwölfBlättern mit verschiedenen Thieren, B. No. 1—12, und die Nachzügler,B. No. 13. Zu den schönsten Arbeiten des älteren van den Heckegehört das von Bartsch nicht erwähnte Blatt mit den obigen Initialen.Es stellt eine Viehweide vor. Rechts lehnt sich der kleine Hirt auden Baum. Eine Kuh liegt auf dem Boden, und die andere pisst.Rechts in der Ferne bemerkt man ein Pferd und eine andere Kuh.Links unten im Rande ./. //. II. S Z. 11 L. mit dem Rande. Br. 7 Z.10 L. Dieses Blatt ist im Gatalog Rigal p. 170 No. 16 beschrieben.Im Catalog Verstolk van Soelen wird eine Gebirgslandschaft mit einerCaravane auf der breiten Strasse als ein dem Verfasser des Peintre-graveur unbekanntes Blatt genannt. Zwei andere Blätter finden wirin einem Auktionskatalogc von S. Leigh Sotheby 1850 angegeben. Daseine stellt ein Weib mit dem Rosenkranze, das andere einen Pilger vor.

Die Abdrucksgattungen der Folge von Thieren, B. No. 1 —12, gibtR. Weigel an. Die Dedication beweist, dass sie von jenem J. van denHecke herrührt, welcher sich in Rom aufgehalten hatte: — PauloJordano üuei — Patrono suo hanc Zoographiam consecrabat —Joannes van den Hecke 1656. Im ersten Drucke fehlt auf demTitelblatte mit den verschiedenen Thieren die Adresse des Jacobusde Man jun. Diese Adresse wurde im zweiten Drucke beigefügt, dannaber wieder ausgeklopft, um den ersten Druck zu flngiren. Man hataber ein Kennzeichen. Es fehlen die drei Kieselsteine unter der Fon-taine , welche mit dem Namen des J. de Man ausgeklopft wurden.Diese Abdrücke besorgte G. Quieau, und die neuen Drucke, selbstauf chinesisches Papier, sind grösstenteils schlecht.

Die Blätter, welche R. Weigel im Nachtrage zu Bartsch beschreibt,möchten wir bis auf No. 16 mit J. H. dem jüngeren J. van den Heckezuschreiben, indem sie in der Arbeit abweichen. Gering ist sogar dasBlatt mit den Würfelspielern: /. V. HECKE aqua forti fecit. DieFolge mit den sechs Blättern mit Thieren, W. 17—22, haben wirschon oben genannt. Vier andere Blätter beschreibt Weigel No. 23.

2538. Thomas Hudson, Bildnissmaler in London, hatte in dercy rjp zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als Nachahmerlyt/D Knellcr's grossen Ruf. Dieses interessirt uns aber hierweniger, da seine immer gleichen Larven bereits in die Rüstkammergewandert sind. Hudson besass eine bedeutende Kunstsammlung, so-wohl an Zeichnungen als an Kupferstichen. Zum Zeichen des Besitzesdruckte er einen Stempel auf, welcher die obigen Buchstaben enthält.Den ersten wird man nicht leicht für T nehmen, sondern für J.Ein zweiter Stempel drückt deutlicher TH aus. Hudson starb 1778im 78. Jahre.

2539. Joseph Höslinger, Landschaftsmaler, war um 1807 in Wien-«, thätig. Wir kennen ein radirtes Blatt von seiner Hand.

t/vT; mt> . j m Yorgrunde desselben sieht man zwischen einem rechts