Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
964
Einzelbild herunterladen
 

964 IH. Nr. 2S04—2Ö08.

2504. Jobann Gottlieb Hantzsch, Genremaler, geb. zu Neudorf

It j j bei Dresden den 10. März 17!).'i, gest. zu DresdenLI XI don 3 ' A P ril * 848 > hinterli css Gemälde und Zcich-

' nungen mit den Initialen. Auf enteren fügte er

/T-vJ öfters pinx. und die Jahrzahl bei. Auf einem

• jL M ' von L. Richter für den sächsischen Kunstverein

radirten Blatte, welches einen blinden Geiger vor dem Hansa desBauers vorstellt, liest man /.//. pinx. 11133, fol. L. Richter radirtefür den Kunstverein noch zwei andere Blätter, und Flcischmann dieDorfschule, qu. fol. Aufzeichnungen schrieb der Künstler die Initialenflüchtiger und in geneigter Stellung ein. Die ersten und zweiten sindschönen Gemälden in Oel entnommen.

2505. Jesse Herlein, der Sohn und Schüler des alten Friedrieh

/T T Hcrlein, über welchen wir II. No. 2144 gehandelt% /— -I haben, hatte als Frescomaler Ruf, hinterliess aber/ J_ _£ auch Bilder in Oel, auf welchen die Initialen / //auf diesen Meister gedeutet werden. Wcyermann nennt mehrere WerkeHerlein's , und darunter das jüngste Gericht in der St. Georgenkirehozu Nürdlingen mit den Initialen /// und der Jahrzahl IGO.'i. DerKünstler war ein origineller Phantast, welcher es besonders auf dasPapstthum abgesehen hatte. Er versetzte unbarmherzig das Oberhauptder katholischen Kirche mit Cardinälcn und Mönchen in den llöllen-schlund, und gestattete dem Teufel sogar die Nothzucht. Schon vielfrüher (1470) malte er in derselben Kirche unter dem Orgelchoreebenfalls das jüngste Gericht, in-welchem ein grüner Teufel mit Fisch-kopf den Papst an den Füssen in die Hölle zieht. Ein anderer Teufelzieht den Bischof bei den Ohren fort, und der Kapuziner muss denBart hergeben. Nur zwei Personen gehen in den Himmel ein, denMaler kann man aber in diesen nicht erkennen. Ein ebenso phan-tastisches jüngstes Gericht von 1470 war über dem Chor im Münsterzu Ulm. Bei der Jubelfeier der Reformation 1817 wurde die Wandübertüncht, wohl um den Papst aus der Hölle zu erlösen. Oclgemäldemit den Initialen kennen wir nicht. Sie sollen nicht von Bedeutungseyn. Auch in den Fresken macht sich nur eine ausschweifendePhantasie geltend.

2506. Jörg Hammer, Historienmaler von München, der Sohneines gleichnamigen Malers, wurde 1!>70 in die St. Lukas-zunft der Stadt aufgenommen, und hinterliess mehrere Ge-mälde biblischen Inhalts, welche aber von geringem Knnstwerthe sind.Auf solchen Bildern kommen die Initialen des Namens vor. Hammerstarb KU 6.

2507. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 16. Jahr-hunderts, oder noch später thätig war. In der Gallcrie zuSchieissheim sind zwei Landschaften von seiner Hand. In

der ersten tauft der Apostel Philippus den Kämmerling der KöniginCandace im Flusse, in der zweiten predigt der Täufer Johannes demVolke. Diese Bilder sind auf Holz gemalt und im kleinen Formate.Sie könnten von Jörg Hammer herrühren.

2508. Jan Hackert, auch Hnckaert und Heirarth, Land-

II F j tj schaftsmaler und Radirer, wurde um 1630 in Amstcr-r~l. A " dam geboren, hielt sich aber längere Zeit in Süd-deutschland und in der Schweiz auf, so dass in den Niederlandenseine Gemälde selten sind. In den Gallonen zu Berlin, Dresden und

I. H.

I.H.