IH. Nr. 2S03. 963
Rechts und links von dem zwischen I H stehenden Pyr sind sonnen-ähnliche Sterne eingestochen. Dann kommen auch Blätter mit ausge-schweiften Initialen vor.
Die ersten Ahdrücke vor den Nummern gehören zu den Selten-heiten. Die Platten der Hopfer hlichen lange verborgen, bis sie endlichDavid Funk in Nürnberg auf 230 Blättern abdrucken Hess. Bei dieserGelegenheit wurden sie nummerirt, und daher fügt Bartsch die Num-mern bei. Die Fnnk'scho Ausgabe enthält noch sehr gute Abdrücke,weniger zu empfehlen sind jene von den 91 Platten, welche Silberbergin Frankfurt a. M. unter dem Titel „Opera Hopferiana" veranstaltete.Es ist aber auch dieses Werk selten, da die Platten fast alle zu Grundegegangen sind. Man wollte diesem Meister auch Holzschnitte zu-schreiben , nämlich die Titelbordüren zum Ptolomäus mit dem vorher-gehenden Zeichen. Vgl. diesen Artikel.
Nachträge zum Pcintre-graveur.
1) Der Kindermord nach Rafael, in Copie nach dem Stiche desMarc Anton, mit dem Bäumchen (chicot, falcetta). Unten in der Mitteist das Zeichen und der Name IEROmMVS HOPFFER. H.7Z.ÜL.Br. 11 Z. 1 L.
Diese Copie ist sehr selten, und sie wurde von Zani bezweifelt.Passavant III. p. 291 nennt sie als kleines Blatt nach einer Mittheilungdes verstorbenen Direktors llechberger in Wien. Börner besass einExemplar, und überlicss es der Sammlung des Prinzen Friedrich vonSachsen.
2) Der hl. Christoph mit dem göttlichen Kinde. Er watet imWasser gegen links auf einen Baumstamm gestützt. Das Kind hältmit der Linken die Weltkugel, und mit der Rechten stützt es sichauf den Kopf des Heiligen. Im Vorgrundc links steht der Eremit mitLaterne und Rosenkranz, und gegen die Mitte zu bemerkt man dasZeichen des Künstlers. H. 8 Z. Br. S Z. 10 L.
Diess ist eines der bessten Blätter des Meisters in A. Dürer'sManier. R. Weigel, K.-K. No. 18,944.
2503. Jeronymus Hopfer, der vorhergehende Meister, könnte auchT. O . die Blätter gestochen haben, welche Bartsch XV. pag. 492j einem unbekannten Meister zuschreibt. Es handelt sich
*l*Xi* um Copien nach Agostino Veneziano, oder einem anderenitalienischen Künstler, und es ist aus dem Artikel des J. Hopfer be-kannt, dass dieser Meister italienische Vorbilder gesucht habe. Einesdieser von Bartsch No. 448 beschriebenen Blätter stellt einen Soldatenvor, welcher auf den zu seinen Füssen liegenden nackten Mann einenHieb führt. Heinecke schreibt das unbezeichnete Original dem AgostinoVeneziano zu, und auch Bartsch stimmt übercin. Die gegenseitigeCopie trägt die Initialen I H mit der Jahrzahl 1530. H. 4 Z. 4 L.Br. 2 Z. 10 L. Die zweite von Bartsch beschriebene Copie stellt zweiMänner vor, welche einen enthaupteten Fürsten auf einer Art Thronsitzend halten.
Ein drittes Bartsch unbekanntes Blatt stellt in einem Oval dreiThiere vor, in originalseitiger Copie nach Marco di Ravenna, B. No. 405.Diese Thiere sind aus einem Basrelief entnommen. In der Mitte untenstehen die Initialen I H. Durchmesser der Höhe 4 Z., der Breite6 Z. 10 L.
61*