932 IG. Nr. 2378-2381.
2378. Jean de Gourmont, Zeichner, Kupferstecher und Form-r—ch \ Schneider von Lyon, ist schon No. S dieses Bandes ein-(jT V®\'S geführt, und wir verweisen daher auf jenen Artikel.
\Lj'r\ ^ ei dieser Gelegenheit müssen wir aber auf eine Notizat inu £D ü ' )ei " ^ ean ^° Gourmont von Passavant in Naumann'sALiUN^J 1 Archiv für die zeichnenden Künste VII. S. 92 eingehen.Passavant gibt zwei der gegebenen Monogramme mit dem Worte ALION,und bemerkt, dass der Verfasser des Artikels No. 3 dieses Werkesungewiss geblieben sei, ob diese Zeichen dem Jean de Gourmont an-gehören. Dieses war keineswegs der Fall; ich habe diese Monogrammeentschieden dem Jean de Gourmont zugeschrieben, und dasselbe Werkgenannt, aus welchem Passavant seine Erklärung zum Theil geschöpfthat, nämlich die Sacra Parisiorum Ancora 1501. Ich habe sogarnoch mehr hinzugefügt, als Passavant, wie an der betreffenden Stellezu ersehen ist. Einiges Bedenken äusserte ich hinsichtlich eines zwei-ten Monogrammes, welches aus DIG besteht, wie II. No. 1110 zu er-sehen ist. Dieses letztere Zeichen schrieb ich ebenfalls dem Jean deGourmont zu, aber mit der Bemerkung, dass der Künstler mit demMonogramme gewechselt haben müsse, wenn man nicht annehmen wolle,dass Jean de Gourmont aus Lyon ein anderer Meister sei. Diesesist nicht der Fall, sondern beide Monogramme, jenes II. No. 1110 undjenes III. No. !>, resp. das oben gegebene, gehören einem und dem-selben Jean de Gourmont an. In Lyon nannte sich der Künstler ein-fach Jean Gourmont, nachdem er aber zu Paris in den Adelsstanderhoben war, componirtc er ein anderes Monogramm, in welchem auchdas Prädicat de ausgedrückt ist, und dioss ist das Zeichen IL No. 1110.Die Blätter, welche Passavant nachträglich nennt, sind schon früherin meinem Artikel H. No. 1110 beschrieben, und das Monogramm istnach dem Originale faesimilirt. Das Blatt mit Vulkan am Ambos, miteinem der obigen Zeichen, welches Passavant ebenfalls als Supplementzu Bartsch und Robcrt-Dumesnil nennt, haben wir ebenfalls 111. No. übeschrieben, und wir verweisen daher nur auf die Artikel II. No. 1110und III. No. 5. Hinzufügen könnten wir einen grossen Holzschnittmit den anatomischen Figuren eines Mannes und einer Frau in Auf-klappung: Paris, J. de Gourmont 15113. Die Darstellung umgibt Text, fol.
2379. Unbekannter Rupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte-jt^- f-, des 10. Jahrhunderts thätig war. Wir haben ihn schon
J$&., JS unter GJ III. No. 9 eingeführt, da der Buchstabe J durchdas G reicht, und wir verweisen daher hinsichtlich der Blätter mitdiesem Seichen auf den angezeigten Artikel. Von Jean de Gourmont,dem vorhergehenden Meister, ist keine Hede.
2380. J. Gute, ein Bäcker in Berlin, übte um 1730 die Form-rju schneidekunst, und man rühmt ihm nach, dass seine Arbeiten
& nicht zu den schlechtesten gehören, obgleich seine Figuren vielzu wünschen übrig lassen. In dem Werke von Müller und Küster:Alles und neues Berlin. Berlin (1737), fol., ist die Titelvignette mitdem von Laubwerk umgebenen preussischon Adler mit dem Mono-gramme versehen. Auf einer anderen Vignette mit der von Laubwerkund Blumen umgebenen Sonne stehen die Buchstaben IHG, welchesich ebenfalls auf den Berliner Bäcker beziehen dürften. Diese Vig-nette ist sehr gering.
2381. Jean Griffler, Landschafts- und Genremaler von Amsterdam,ist schon unter GJ No. 10 eingeführt, und wir verweisen zu-nächst auf jenen Artikel. Das gegebene Zeichen findet manauf Gemälden des Künstlers, besonders auf Landschaften und