IF. Nr. 2302. 913
3) Das Alle Testament, deutsch. Basel, Adam Pelri t524- imHerbstmon. Zwei Thcilc, fol.
Diese seltene Ausgabe erwähnt K. Weigel, K.-K. No. 17,891 zuRumohr's Buch: Hans Holbein der jüngere in seinem Verhältnisszum deutschen Formschnülwesen. Leipzig 1030, 8. Sie ist mitHolzschnitten reich geziert, welche der Hoibein'schen Richtung ange-hören. Zu den bessten Blättern gehören jene des Meisters IF, unddie verschiedene Bezeichnung derselben lässt erkennen, dag! unter IFweder mit dem Monogranunisten II F, dem sogenannten Hans Furtcn-bach, noch mit Hans Lützolburgcr genannt Frank Fine Person ist.Er zeichnete IF, Lützclburgcr ULF, und der angebliche Furtenbachverband die Buchstaben HF zum Monogramme.
4) Biblia Picturis illuslrala. Parisiis, »x offleina Pelri Regnaultsub scuto Coloniensi. in rico Jacobeo MDXL-, 8.
Dieses Werk enthält mehrere Blätter mit IF und -FF- in derWeise Holbein's, doch sind die Zeichnungen nicht von demselben. Siehaben einen eigentümlichen Mctallglanz, und kommen daher wohlnicht von Holzstöcken. In den schönen Titelbordürcn hat indessender Künstler mehr geleistet. Auf dem Blatte mit der Schöpfung derEva steht unten links I F, und rechts im Täfelchen P R. Ebenso be-zeichnet ist der Schnitt mit der Arche des Noah auf den Fluthen.Wenn wir den Meister I F als Holz- oder Metallschncidcr annehmenmüssen, dann kann PR nur den Zeichner andeuten. Man nennt die-sen Meister Pierre Rochicnne oder P. llaefc, und zählt ihn nachPapillon zu den Formschneidern, der genannte Schriftsteller nenntaber Blätter in Thevet's Cosmographie von 1!>7i>, auf welchen dieInitialen PR vorkommen, und wir glauben daher nicht, dass er schongegen l.'>40 gearbeitet hat. Die Initialen IF aHein stehen nur aufwenig Blättern: Loth in unanständiger Berührung der Tochter, Isaakden Jakob segnend, die Midianitiscbcn Weiber und Kinder vor Moses,die Bundeslade von Musikanten umgeben, der Zug gegen Ochozias,die Schlacht desselben, der arme Job, die Enthauptung des Johannesu. s. w. Diese Blätter sind in technischer Hinsicht alle gleich be-handelt, sie stehen aber den früheren Arbeiten des Meisters im All-gemeinen nach. Man wird aber keinen zweiten I F annehmen dürfen.Die Darstellungen aus dem alten Testamente sind 2 Z. 1 L. hoch,und 2 Z. 9 L. breit, jene des neuen Bundes haben eine Höhe von2 Z. !5 L. und eine Breite von 1 Z. 6 L. Diese Bibel erwähnt auchR. Weigel, K.-K. No. 21,177, er verfiel aber nicht auf den NachahmerHolbein's aus Basel oder hält den Meister IF für eine andere Person.Einige wollten unter IF einen Johann Feyerabendt erkennen, dochohne allen Grund.
8) Teslamenti noti Editio seeunda. Lugduni apud IlaeredesSeb. Gryphii JiJSO, kl. 8.
Diese Ausgabe nennt Brulliot II. No. 1437, die Holz- oder Mctall-schnitte, womit das Buch geziert ist, müssen aber schon in einertrüberen Ausgabe vorkommen. S. Gryphius benützte 1836 die schöneBordüre mit den Brustbildern der alten Gelehrten und dem von derCalllope gekrönten Homer. Wir wissen auch von einer späteren Aus-gabe : Le nouneau Testament. Lyon 1501, 12. In diesen ISüchernsind kleine Blätter, deren IF gezeichnet sind, wie die Enthauptungdes Täufers Johannes, der Evangelist Lukas &c. Sie sind 2 Z. 9 L.hoch und 1 Z. 9 L. breit, und können daher nicht von Platten deroben 'erwähnten Bibel kommen.
Monogramniistcn Bd. III. °