Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
908
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908 IF. Nr. 229S-2298.

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2295. Jakob Fleischmann, Kupferstecher in Nürnberg, ist durchkleine Blätter für den Buchhandel bekannt. Das gegebene Mo-nogramm findet man auf einer Copie nach J. A. Klein, dem Neu-

/82>. jahrsbillet mit dem Hunde an der Kette, qu. 8. Auf verschie-denen kleinen Andachtsbildern aus Gypcn's Verlag stehen die Ini-tialen /. F.

2296. Hans Hemling oder Meinung ist unter HF No. 89t> ein-geführt, und wir verweisen daher auf jenen Artikel,wo über das Monogramm gehandelt ist. Wir habenbemerkt, dass man dieses Zeichen auf dem Gemäldeder Anbetung der Könige im Hospital zu Brüggefinde, und es wird auf Jan Floreins gedeutet. Die-ses Gemälde hat nämlich die Unterschrift in Uncialen:DU. Werc.k. Dede. Maken. Broeder. Jan. Floreins.Alias. Van. Der. Rüst. Broeder. Proffes. Van. De.Hospitale. Van. Sint. Jans. In Brvgghe. AnnoMCCCCLXXIX. Opvs. Johannis Hemling (oder Mem-ling). Es ist dicss jene streitige Namensunterschrift,

über welche in diesem Bande No. 503 gehandelt ist, und wir verweisenauf den angegebenen Artikel, um die Wiederholung zu vermeiden.Das obige Zeichen wird auf Jan Floreins gedeutet, weil dieser Hospi-talbruder das Werk bestellte. Wir verweisen in dieser Hinsicht aufNo. 89S, wo das Weitere verhandelt ist.

2297. Jakob FloriS soll nach Christ, Monogr. Erkl. S. 287, Zeich-TTT 1 nungen mit diesen Buchstaben und der Setzwaage signirtI £P Ut > haben. Der genannte Schriftsteller wollte wissen, oder1T1 hatte vielmehr von anderen erfahren, dass Hermann Muller

Vnach solchen Zeichnungen für den Verlag des Hans Lief-rinck gestochen habe. Jakob Floris, derj Bruder des FranzFloris, wird von J. Cousin in der Beschryving van Dornik III. p. 166als Glasmaler gerühmt. In Brüssel und in Antwerpen sind noch Werkevon ihm vorhanden. Dann wurden auch Zierblätter nach ihm gesto-chen : Compertimenla pictoriis fiosculis et manubiis bellicis varie-gata, auclore Jacobo Florio. Hieronymus Cock 1567. PetrusMerecinus sc, gr. 8. Dieses Werk enthält 3!> Blätter mit Laubwerk,verzierten Schilden, Wappen und Figuren. Ein anderes Werk ist be-titelt: Velderhande aerlycke Comperlemenlen&c. Liefrinck fec. 4564,qu. 8. liier haben wir nun 13 Blätter von Liefrinck oder aus dessenVerlag, wir kennen aber kein einziges von Hermann Muller und mitdem obigen Zeichen. Zani VT. 2. p. 337 spricht indessen von einerFolge von 2!i Blättern mit Grotesken, welche II. Muller nach JakobFloris gestochen hat, und mit der Dedication an Anton Lafreri. EinigeBlätter sollen die Initialen I F tragen, andere mit dem Namen IacopoFloro Antuer. bezeichnet seyn. Nach einer anderweitigen Bemerkungist das Werk: Compertimenla pictoriis flosculis manubiis bellicisnariegala 1567 die zweite Ausgabe des Groteskenbuches, in diesemFalle haben wir aber keine Kupferstiche von H. Muller, sondern vonP. Merecinus, qu. 8.

2298. Johann Fouler, Buchdrucker in Löwen, bediente sich einesI u in Holz geschnittenen Signets, welches einen Baum vorstellt,1 r auf dessen Gipfel man ein von Vögeln umflogenes Nest sieht.Aus den Wolken reicht eine Hand und streut den jungen Bewohnerndes Nestes Futter. Unten zu beiden Seiten des Rahmens stehen dieBuchstaben IF, und die Umschrift des Signets lautet: Respicile Vo-