894 IDS-IDV. Nr. 2244-2247.
2244. Unbekannte Kupferstecher, wovon der eine der deutschen,l-T) f ^ ev an< ^ ero der französischen oder italienischen Schule des
17. Jahrhunderts angehört. Die grösseren Buchstaben, mitT. V.s*. der Jahrzahl 1070 voraus, findet man auf einer radirtenLandschaft, in welcher sich französischer oder italienischer Einflusskundgibt. In der Landschaft bemerkt man einen Hirten bei der Schaf-heerde, und links eine Tempelruine. Von der Ferne her kommt einFluss. H 7 Z. 4 L. Br. 4 Z. 9 L. Die Arbeit ist nicht von Bedeu-tung , doch ist sie von der Hand eines Malers.
Die kleinen Buchstaben deuten den Namen eines Kupferstechersaus Hamburg an. Man findet sie auf dem Titelblatte zu Arnobii dis-putationum adversm Gentes Libri VIII. Ilamburgi IG 10, fol. DieTitelschrift steht auf einer ausgespannten Bockshaut zwischen denStatuen des Glaubens und der Hoffnung. Unterhalb derselben ist imCartouche der Tempel des Merkur, und oberhalb ein solcher mit demMonogramm Christi von zwei Engeln gehalten.
2245. Johannes van Duyn fabricirte um 17G4 in Delft Gefässo• von Porzellan, welche in blauem Camajeu, auch braun
'\ • und grün bemalt sind. Darunter sind sehr schöne Tb.ee-\£? lAAJ'M büchsen und Tabakdosen, welche aber sehr selten ge-y worden sind. Der Name ist im Grunde eingemalt.
2246. Johann Daniel Ther Portten, Kupferstecher, welcher umIDTP fe Tur \ IM® in Sachsen thätig war, ist unter den InitialenTTwpp , T ' \ D.P. II. No>. 1314 eingeführt, und es ist auch1U 11 «ciu.ii/r.j jj as Werk- erwähnt, in welchem Blätter mit dengegebenen Buchstaben vorkommen. Sie bestehen in biblischen Vor-stellungen in allegorischer Auffassung, und gehören zu den Seltenheiten.Unter der Abbreviatur des Zeichners: Thom. Sehn. (Thomas Schnops)kommen wir im Zusammenhange darauf zurück Auf zwei Blätternsteht: Johann Daniel Ther Partien sculpsit Tirnauiae, und darauserklären sich die obigen Buchstaben. Ein Blatt mit denselben stelltChristus mit den Aposteln, in der Mitte eine Gruppe von Männern,und rechts den Teufel mit seinem Anhange vor. Unten steht: Eli-gile hodie cui servire polissimum debealur debeatis. Ein zweitesBlatt mit derselben Bezeichnung stellt Christus am Oelberge vor, wieihn der Engel unterstützt, kl. fol. Die Kupferstiche von diesem Mei-ster waren wohl für eine Ausgabe der Exercilia spiritualia S. IgnaliiLoyolae bestimmt. Das unter 1). P. II. No. 1314 erwähnte Blatt stellt nichtden hl. Johannes vor, sondern den hl. Ignaz, welchem beim Schreibendie hl. Jungfrau erscheint. Bei ihm liegt Helm, Geissei und Lanze,Attribute, welche sich wohl auf Ignaz von Loyola, aber nicht auf Jo-hannes beziehen können.
2247. Juan de Tingles vereinigte sich mit Juan de Yciar zur
Herausgabe eines Schriftbuches nach dem Vorgango derberühmten italienischen Schreibmeister. Es hat den Titel:Arte subtilissima por la quäl se ensena a escriver per-fetamente. Hecho, y esperimenlado y agora nuevamenleanadido por Juan de Yciar Vizcayno. Ytnprim. en Za-ragoza en casa de Pedro Bernuz aflo de 1650, gr. 8.Dieses sehr seltene spanische Schriftbuch ist dem Prinzen Don Felipevon Spanien gewidmet, und enthält auch das in Metall geschnitteneBildniss des Schreibmeistors mit der Inschrift: Joannes Yciar, aetatissuae anno XXV. Der Grund, auf welchem die Büste erscheint, istschwarz und weiss punktirt nach Art der Schrottmanier. Die neun