ICH—ICHM. Nr. 2122-2121.. 861
Bildniss des Richard Getlihigo in einem ornamentirton Oval, 4., galtin der Auktion SvkeS 2 L. 2 Sil.
2122. Unbekannter Kupferstecher, wcleher um 1770 in Paris
_ thätig war. Blätter von seiner Hund findet man in Saverien'sScJiXAb. Histoir« des Pkilotophes modernes. A Paris, Bietet etGuilleaume I77.'l, 8. Das Titelblatt mit dem gegebenen Zeichen stellteine von Wolken umgebene weibliche Figur mit dem Scepter vor. Aufder Rolle in ihrer linken Hand steht: Salus populi svpremu Ic.r esto.Zu ihren Füssen liegen zwei gekreuzte Scepter, und darüber eine Larve.Die übrigen Blätter des Werkes enthalten Bildnisse der Philosophen,meist in Kreidemanier. Auf einem Blatte mit der in Woltwn sitzendenMinerva: Allegorie de Sliafleslmry, deutet der Zeichner durch f. 11.inv. seinen Namen an, wohl Francois Boncher. Der Stecher istderselbe.
2123. Unbekannter Kupferstecher, welcher um die Mitte des,„ p, IG. Jahrhunderte thätig war. Das gegebene Zeichen rindet
1 ^ -™ man auf einer gegenseitigen Copie des hl. Ilieroiivinus inder Stube, B. No. 80. Der Heilige sitzt in Mitte des Blatteshinter dem Tische und schreibt auf dem Pulte; allerlei Geräth-ichaften sind im Zimmer vertbcilt. Durch die rechts mit rundenScheiben versehenen Fenster fällt das Licht auf die Hauptfigur. ImVorgrunde liegt der Löwe auf dem Boden, und daneben ein Fuchs.Im Originale ist rechts hinter dem Löwen ein Tafelchen mit DürensMonogramm und der Jahrzahl tfilA. Die Copie ist kleiner als dieses.II. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 7 L. Der Copist ist kein gewöhnlicher Gold-schmied, und er wird damit nicht das einzige Blatt geliefert haben.Wir kennen aber kein zweites mit dem gegebenen Zeichen.
2124. Johann Christian Brand, Landschaftsmaler und Itadirer,
ff Ä 5) >» "°k zu W'°" 1^23, gest. 17!l.'i, gen«*! als Hofmaler
J Ch) Jq 1/8$ und Professor an der k. k. Akademie der genanntenStadt den Huf eines der ersten Künstler seines Faches, und nochwerden seine Gemälde im Belvedero zu Wien und in den Sammlungender Kunstfreunde hochgehalten. Die gegebenen Buchstaben kommenauf Gemälden nicht vor, mau wird aber Zeichnungen mit denselbenlinden. Auf Gemälden steht gewöhnlich einfach Brand, mit den '.lahr-lahlen *74i, 17M), I7CKI auf den Bildern in der k. k. Gallerie zuWien. Fs zeichnete aber auch Christian Hülfgott Brand, der Vaterund Lehrer unsers Künstlers, einfach Brand, mit der Jahrzahl 1753auf den Gemälden in Wien. Mau muss daher die Bilder dieser beidenMeister zu unterscheiden wissen.
Der jüngere Brand hinterliess schöne und geistreich radirte Blättermit Figuren und llausthieren in Landschaften, auf fetten Weiden, anMüssen &c. Sie liefen nach und nach zu einer Folge von 18 Blätternheran, welcher ein Titel beigegeben wurde: Divers paysages nrecFigures d? apres nature par J. Ch. Brand /?««, 12. und 16. Dreigrössere Flussansicbton mit Figuren sind in qu. fol. Auf den land-schaftlichen Stiulicnblättcrn kommt tlieils der Geschlechtsname vor,theils sind sie mit den gegebenen Cursiven mit und ohne Jahrzahlversehen.
2125. Johann Christoph Heinrich Mader, Bildhauer von Oberstorfin Böhmen* war in Wien thätig. Man schreibtihm die zwei Denksäulen vor der Kirche des hl.Carolus Borromäus zu, es bat aber der BildbauerJakob Schletterer den grollten Antheil. Mader
'/ f uO hinterliess Basreliefs mit mythologischen Vor-
IC. IHM