Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
759
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IAC-IACZ. Nr. 1814—1817. 7S9

Portraitmedaillons, welche gegossen und ciselirt sind. Von 1555-1859arbeitete er als Medailleur in den Niederlanden, seine Hauptwerke inStein führte er aber von 1 !>78 an in Madrid aus. Trezzo beschäftigtesich jedoch auch in Spanien noch mit der Miniaturplastik. Auf derBildnissmedaille des Architekten Juan Hcrrera steht: IAC. TR. 1570.Einen Medaillon mit der Büste des Königs Philipp II. von Spanienzeichnete er IAC. TRICl F. Die Abbreviatur des Namens kann auchauf früheren gegossenen Medaillons vorkommen. Sehr schön ist jenermit dem Bildnisse der Hippolita Gonzaga, Gemahlin des Anton Caraffa,Herzogs von Mondragone, mit der Legende: Firtutis Formaeque Praevia.

1814. Jakob van der Sluys, Genrcmaler von Leyden (1660-1730),i t- soll Gemälde mit Bauern auf solche Weise bezeichnet haben.

Dieser Meister malte gewöhnlich Convcrsationsstückc, Spiel-gesellschaftcn, Feste &c. und führte sie in der Weise des P. van Slinge-landt sehr zart aus. Es fragt sich nun, ob die Bilder mit Bauernebenso behandelt sind.

1815. Dr. Jacomo Vivio, ein römischer Rechtsgelchrter, betrieb£ eine eigene Art der Sculptur, indem er sich der Schiefer-

LAC)0( ■ steine bediente, die Umrisse hineinarbeitete, und die er-hobenen Thcilc der Figuren mit Wachs überzog, so dass nach derVollendung ein in Wachs bossirtes Kelicf mit Farben sich zeigte.Der Doctor scheint auf diese Erfindung viel gehalten zu haben, indemer seine Produkte durch Ambros Brambilla in Kupfer radiren Hess.Darunter ist das colorirte Relief des jüngsten Gerichtes von MichelAngclo in der Sixtina gemalt. Wir haben die Radirung des Brambillavon 1589 im ersten Bande No. 946 (3) angezeigt, nur steht durchDruckfehler: Jacobus Vinius statt Viuins. Vivio stellte auch dieDeckenbildcr der Sixtina, in farbigen Reliefs auf schwarzem Schiefervor, welche in Brambilla's Weise auf sechs Blättern radirt wurden.Diese Blätter haben viele Inschriften, und folgenden Ilaupttitel: II veroRitratlo della mirabiV opera von colori scolpita in pietra nera dalMag. Dollore il Rener. Sig. Jacomo Vivio —, gr. roy. fol. DerPlastiker deutete durch obiges Zeichen seinen Namen an, Brambilla'sMonogramm fehlt aber. J. Vivio gab auch eine eigene Abhandlungüber sein Vorfahren heraus: Discorso sopra la mirabil opera diBassorilievo di vera stuccala con colori da Jacomo Vivio. Roma1590, 4. Er wollte damit wahrscheinlich auch die radirten Blätterempfehlen, in welchen aber die Werke des Michel Angelo verunstaltetsind. Sie werfen ein schlechtes Licht auf die Reliefs des Dottore Vivio.Als Curiositäten betrachtet, verdienen aber diese seltenen Blätter injeder Sammlung eine Stelle.

1816. Jakob Zagar, Medailleur, war von 1554—1574 in BrüsselTAT 7AC V tnät 'K- Man hält ihn für einen Nürnberger, weil sichIAO. AAU. 1. cinc jyr c( j.,jii c m ;t ,j em Bildnisse des Patriziers SigmundPfintzing von Nürnberg findet. Man liest darauf: /. ZAG. AMICOFEC. 4534. Auf niederländischen Geprägen steht: IAC. ZAQ. F.Der Medaillon mit dem Bildnisse des F. Perrenot, des Bruders desCardinais Granvella, ist von 1574.

1817. Jacopo Palma il vecchio kommt in allen Künstlerwörter-

IACH - OBVS - PALM - A. M. - D. gg« ™ - de ^

der Geburtszeit des Künstlers. Auf solche Varianten haben wir imKünstler-Lexicon aufmerksam gemacht, konnten aber die Sache dochnicht zum Abschluss bringen. Schlagen wir die Cataloge der Gallerion