Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
718
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718 HWE-HWG. Nr. 1718-1722

1718. Heinrich Wilhelm Eberhard, Architekt und Landschafts-1-1 A/f » Zeichner von Darmstadt, ist durch ein grosses Werk

O/sü/ J(^W£. über die Denkmäler der Baukunst in Verbindung mitWerken der Bildhauerkunst und Malerei des Orients, der Acgyptcr,Griechen, Körner und des Mittelalters. Darmstadt 1820—1832, roy. fol.,bekannt, und dazu radirte er die Abbildungen in Zink. Auf den Plattenkommt das Monogramm in einfachen und Doppcllinien vor. Eberhardpublicirte auch die llandzcichnungen des Malers Carl Fohr in Nach-bildungen, drei Hefte mit 18 Blättern, welche zu Darmstadt erschienen,qu. 4. Im Jahre 1831) erschienen zu Nürnberg seine radirten Land-schaftsstudien als Vorlcgcblätter zum Landschaftszeichnen, fol. Von1842 an gab er in Leipzig Typen zu plastischen Ornamenten, aus derdeutschen Flora entnommen, 4. Auf verschiedenen Blättern der Werkedieses Meisters findet man ein Monogramm.

1719. Joos van Winghe oder Jodocus a Winghe, geb. zu Brüssel

I\\/~7\ —r 1344, gest. zu Frankfurt a. M. 1G03, knüpfte sein An-AlZiL denken an zahlreiche Kupferstiche, welche von Th. de Bry,Wl Johann und Rafael Sadcler, Crispin de Passe, A. Wicrxu. A. herrühren. Die Gemälde dieses Meisters sind selten, und aufsolchen soll nach der Angabe im Cabinct Lc Brun das gegebene Mono-gramm vorkommen. Wir haben keine Kunde von einem Gemälde mitdiesem Zeichen, und fanden es auch auf keinem Kupferstiche vor.

1720. Unbekannter Maler, welcher In der ersten Hälfte des

. . R7 - 7 __, 17. Jahrhunderts thätig war. Man findet historische

I —\jV H Zeichnungen, welche mit der Feder umrissen, ausge--I- M(V tuscht, oder mit rother und schwarzer Kreide vollendetsind. Der Verfertigcr gehört der Münchner Schule an, und wir ver-muthen unter dem Monogramme den Hans Weinher, den Sohn des be-kannton Wardein und Kupferstechers Peter Weinher in München. Erwar Schüler des Friedrich Sustris und Ch. Schwarz, kam in Dienstedes Herzogs Wilhelm V. von Bayern, und malte gewöhnlich religiöseVorstellungen. Er starb um 1030.

1721. Unbekannter Illuminirer, welcher in der Zeit des AlbrechtTj-i-yr f* Dürer gelebt hat. Er malte Kupferstiche dieses MeistersJnl-W'Vj - in Farben aus, und höhte sie mit Gold. Im Cabinct Praunzu Nürnberg war ein colorirter Kupferstich von Lukas van Leyden,ebenfalls mit Gold gehöht und //. W. G. gezeichnet. Dieses Blatt stelltden Calvaricnhcrg mit der Jahrzahl 15i7 vor. II. 10'/,Z. Br. 13 Z. 2 L.Man glaubte, der Meister //. W. G. gehöre der Familie Glockondon an,man kennt aber keinen IT. W. Glockendon. Der folgende Meister wirdnicht eintreten können.

1722. Unbekannter Maler oder Formschneider, welcher in der1IWG zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts thätig war. Man wollteu \v/ r* '^ n **' ^' Glockondon nennen, allein ein Künstler diesesH-W-G Namens ist nicht nachgewiesen. Ein V. II. Glockcnton gababer im 10. Jahrhundert eine in Holz geschnittene Karte der Um-gebung von Nürnberg heraus. Auch an den Formschneider Hans Wolf-gang Glaser ist nicht wohl zu denken, da dieser um 1303 thätig war,unser Künstler aber der Schule des Virgil Solis angehört.

1) Landschaft mit der Rückkehr des verlornen Sohnes. Er knietmit erhobenen Händen rechts, und der Vater mit den Hausgenossensteht vor den Gebäuden. Unten rechts ist das Zeichen des Virgil Solis,und dabei //. W. G. II. 3 Z. 9 L. Br. 6 Z. 4 L.