HVL —HVM. Nr. 1650-16S3. 695
nachweisen, und ausserdem kommen noch einige Kupferstiche mit demNamen H. van Lnyck exe. vor, wie auf jenem mit der Pusswaschungdes Herrn, nach Crispin van den Broeck von Heinrich Collaert, &c.Auf einem Blatte mit der Anbetung der Könige nach demselben Meistersteht //. V. L. exeud., fol. Malpe nennt auch einen Kupferstich mitdem Abendmahl des Herrn nach C. van den Broeck mit H. V. L. , willes aber dem Hans van Lochom zuschreiben, worin ihm Le Blanc folgtund Ch. Kramin nicht widerspricht, obgleich es sich um einen Verlags-artikel des II. v. Luyck handelt.
1650. Jan van Lln, genannt Stilheid, soll Gemaide HVL be-
H^ j -j- zeichnet haben, so dass man also annehmen müsste,Y | der Künstler habe durch H den Namen Hans ange-* "^^ deutet. Man findet ihn aber nicht ausgeschrieben,somit bleibt es nur eine Vermuthung, und es ist sogar möglich, dassein anderer Meister darunter zu verstehen ist. In der k. k. Gallonezu Wien ist ein Gemälde mit einem Rcitcrgofecht und der Schrift:H. V. Lin Sc. !Cß<*. Der Verfasser dos Cataloges liest Sc, auf einemSchlachtbilde in der Gallerie zu Schwerin steht aber: H. V. Lin — see165(1. In diesem Beisatze liegt eine Bedeutung, welche wir nicht er-lassen. Es könnten aber zwei H. V. Lin zeichnende Künstler gelebthaben, doch ist darunter nicht Heinrich van Lin oder Lint zu ver-stehen, welcher römische Ansichten in der Weise des F. van Bloemenund auch Landschaften, Jagden u. s. w. gemalt hat. Ch. Kramm fandin einem Notariats-Instrument von 1668 einen Herman van Lin alskunstreichen Maler und Bürger von Utrecht erwähnt. Dieser Meistorkönnte ebenfalls HVL und H. V. Lin gezeichnet haben.
1651. Hans van Lochom war der Zeitgenosse des Hans van Luyck,tt tt T un( l man schrieb ihm daher HVL bezeichnete Blätter zu,11. v. Li. we i c h e 0 ]j Ct i jfo. KJ49 dem letzteren vindicirt worden. VonH. van Lochom ist das sorgfältig gestochene Blatt mit Johannes demTäufer in der Wüste, welcher an einem Baume steht. Am Fussc desletzteren bemerkt man das Lamm, und die Initialen H. V.L. deutenden Stecher an. Uebcrdiess sind aber auch noch die grösseren Buch-staben ACF beigefügt, indem die Spekulation das Blatt dem AnnibaleCarracci unterstellen wollte. Es trägt im späteren Drucke auch dieAdresse: F. de Wit exe., fol.
1652. Jan van Luyck, Kupferstecher und Kunsthändler in Amster-H V 1 „rrniA \ dam, ist oben No. 1649 eingeführt, und wir ver-n. v.l.. wem», i wcigcn nur ftuf - ]Qnm Artikel, da wir die Kupfer-H V L exe. J st j c h 0 m it den Initialen bereits genannt haben.
1653. Heinrich von Mayr, Genre- und Pferdemalcr, geb. zuNürn-
Mf^Ä TT „ ,, borg 1806, ist bereits im Kttnstler-Lexicon ein-VI J,.A6.i'.-4l; gefuh,.^ un d zur Ergänzung tragen wir nur den7tb£y4ii/i22>.'' Titel seines Reisewerkes nach: Malerische An-sichten ans dem, Orient, gesammelt auf der Reise Sr. Hoheit desHerrn Herzogs Maximilian in Bayern nach Nubien, Aegypten,Palästina, Syrien und Malta im Jahre 1830. München 1039.In 10 Holten mit Lithographien von Mayr und F. Kaiser, gr. qu. fol.Eine weitere Folge bilden die Genrebilder aus dem Orient, gesammeltauf der Reise Sr. K. H. des Herrn Herzogs Maximilian in Bayern,gezeichnet von H. v. Mayr, mit erklärendem Text von S. Fischer.Stuttgart 16*8. In acht Lieferungen, gr. fol. II. v. Mayr malteauch' viele Bilder in Gel, besonders Pferdestücke mit Thieren edlerBacen. Auf solchen Gemälden kommen die Initialen HvM vor, und