676 IIV A - H V B. Nr. 1614-1617.
Fac-simile des Arlistes conlemporains —. Paris [Berlin) B. Behr
et Co. 1050, fol.
Vernet widmete auch der Lithographie seine Aufmerksamkeit, undzwar schon bei der Einführung derselben in Frankreich durch Engel-mann. Seine ersten Versuche sind oben unter dem Monogramm H VNo. 1606 genannt, und als Seltenheiten bezeichnet. Auf Blättern einerFolge von geistreichen Skizzen: Croquis lühographiques par HoraceVernet, in zwei Folgen zu 12 Lithographien, qu. fol., kommen eben-falls die Cursiven vor. Die Vorstellungen gehören dem militärischenGenre an, in welchem sich Vernet mit ausserordentlichem Geiste be-wegte. Seine lithographirten Blätter sind den Handzeichnungen zu ver-gleichen, da sie als unmittelbarer künstlerischer Erguss zu betrachtensind. Im Weiteren vgl. Catalogue de VOeuvre liihographique deMr. H. Vernet (par M. Bruzard). Paris 1020. Das Verzeichniss istindessen nicht complet, und daher dient der Artikel im Künstler-Lexicon als Supplement. Die von Vernet selbst lithographirten Vor-stellungen aus dem Kriegs-, Soldaten-, Räuber-, Jagd- und Volkslebenbelaufen sich auf ungefähr SO Blätter in qu. fol. und gr. qu. fol. Aufden meisten steht aber der Name des Meisters.
1614. Hans von Achen, Bildniss- und Historienmaler von Cöln,
Mist oben No. 647 bereits eingeführt, und wir verweisen zunächst. I, auf jenen Artikel, in welchem ausführlicher über seine Ge-HV-A mäldo gehandelt ist. Auf Zeichnungen stehen bisweilen dieCursiven 11 V A. Diese Zeichnungen sind mit der Feder umrissen,dann auch braun getuscht und mit Weiss gehöht. Die Zeichnung,welcher wir die Cursiven entnommen haben, stellt den Einzug Christiin Jerusalem vor, 4. .
1615. Cornelis Hendrik van Amerom, Portraitmaler, wurde 1804"f/£^~ lA<f zu Arnheim geboren, und von seinem Vater H. J. van
/y?^, '-^f/ty Amerom unterrichtet, bis er an M. J. van Brce einenweiteren Meister fand. Später liess er sich zu Lcyden nieder, wo erseine Zeit zwischen dem Zeichnungsnnterrichte und der Malerei theilte.Das Monogramm dieses Meisters findet man auf Gemälden in Oel,und auf Zeichnungen. Das erste Zeichen wird man leicht für HVAnehmen. Das zweite besteht aus denselben Buchstaben, doch könnteman auch HV M oder AMV lesen.
1616. Henry Valentin, Zeichner und Maler, mit welchem 1855in Paris ein geistreicher Künstler zu Grabe ging,
. fand schon im ersten Bande No. 715 eine Stelle,Al_\ un d w i r verweisen darauf. Die Abbreviatur desSamens findet man auf Holzschnitten in verschiedenen illustrirtenWerken.
1617. Hans van der Biest aus Enghien kam 1604 als Ober-•X -w--p,-w-^- Tapeziermeister in Dienste des Herzogs Maximilian
n J 1) \ r vcm Bayern, da dieser Fürst eine Hautelisse-Manu-ls/ X faktur errichtet hatte, aus welcher von dieser Zeit an
JLN/A. bis 1616 eine bedeutende Anzahl von schönen und
kostbaren Teppichen zur Wanddekoration des von Maximilian neu er-bauten Residenzschlosses hervorgingen. Einen grossen Theil der Cartonsfertigte Peter Candito als Hofmaler des Herzogs, und nach diesen wurdenmit grossem Aufwände von Wolle, Seide und Gold mehrere der nochin der k. Residenz zu München vorhandenen Teppiche gewirkt. DieArbeiten des Hans van der Biest und seiner Gesellen sind an demam Rande eingewirkten Monogramme des genannten Tapeziermeisters
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