Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
675
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HV. Nr. 1609-1613. 6T8

Ein Preisbild von 1836 stellt Jan Steen und seine Hausfrau vor, undauf dieses folgten andere Genrebilder. Ausserdem malte er Strand-ansiebten und andere Marinen. Bilder dieser Art sind H. V. bezeichnet.

1609. Heinrich Verschuring bediente sich gewöhnlich eines ausff V f HVS bestehenden Monogrammes, man findet aber auch

' "' /' etliche Tuschzeichnungen, auf welchen die BuchstabenH. V. f. vorkommen.

1610. Heinrich Ullrich oder Vllrich, Maler und Kupferstecher vonTT V TT V er nv Nürnberg, ist oben unter dem Monogrammnv, ny.bi., uv No 1603 ein g e f üllrt) und wir haben auch auf

die Blätter mit den Initialen H V hingewiesen. Vgl. den angezeigtenArtikel.

Nur ein Blatt wollen wir hier naher beschreiben, welches wohleine Jugendarbeit des H. Ullrich seyn könnte, aber doch von einemanderen Meister herrühren dürfte. Es ist diess das Titelkupfer zumWerke des Johann Myritius: Opusculum Geographicum. Ingolstadii1690, fol. Dieses Blatt stellt die allegorische Figur der Astronomievor, sitzend unter einem Baume, wie sie mit der Himmelskugel be-schäftigt ist. Pythagoras beobachtet mit dem Sextanten den gestirntenHimmel, aus welchem ihm ein Engel entgegenschwebt, welcher dieFigur seines Lehrsatzes auf einem Flügel dargestellt trägt. Im Hinter-grunde ist eine Stadt. Dieses Blatt ist mit den kleinen Buchstaben H Vbezeichnet. Ein zweites ohne Zeichen, aber von derselben Hand, stelltden Atlas vor, wie er ein grosses Tellurium auf den Schultern trägt.

1611. Unbekannter Formschneider, welcher um 1616 in ParisJ_jy' thätig war. In dem Buche: Le Paradis des Priires, par

Louis de Granade. Paris 1617, 12., sind vor Cap. 1.— IX.Kupfersticho beigefügt, von Cap. X. an folgen aber Holzschnitte vongeringer Bedeutung. Drei derselben: Christus am Kreuze, der knieendeDavid, und Hiob, sind mit H. V. bezeichnet.

1612. Unbekannter Medailleur oder Münzmeister, welcher fürTT y den churfürstlich sächsischen Hof arbeitete. Die Initialen H V

' stehen auf einer Medaille mit dem Reitcrbilde des ChurfürstenJohann Georg I. von Sachsen 1624. Tenzcl gibt diese Schaumünzeauf Taf. 41 No. 5 in Abbildung, kannte aber den Verfertiger nicht.

1613. Horace Vernet, der bekannte französische Maler von euro-%>' y <tj o, 'Vlhj päischem Rufe, tritt in diesem Werke nur als-n^y \j' "x?J Zeichner und Lithograph auf, und wir verweisen

J^ <£i't\W- in anderer Hinsicht auf das Künstler-Lexicon XX.

S. 143 ff. ~ Den 16. Januar 1863 starb dieser berühmte Meister.

Die Cursiven H V kommen auf Zeichnungen desselben vor, unddaher findet man sie auch auf Holzschnitten nach solchen in illustrirtenWerken, wie in: Histoire de la Revolution francaise par Mignet.Paris 1030, gr. 8.; Histoire de Napolion depuis sa naissancejusqu'ä sa mort, par P. Laurent, avec 500 dessins par H. Vernet,gravis sur bois. Paris 1030, roy. 4.; Histoire de Louis Philippe 1.fioi des Francais, par A. Boudin et F. Moultet. Paris 104-6, roy. 8.;Pables, Anecdotes et Contes, par Charles Desains. Paris 1050, gr. 8.;Tableau de Paris, par Edmond Texier. Paris 1053, roy. 4. VonVernet allein illustrirt ist nur die Geschichte Napoleon's von Laurent,»n der Ausschmückung der übrigen Werke haben auch viele andereKünstler Theil. Wer nachgeahmte Originalzeichnungen dieses Meisters»ehon will, dem gibt folgendes Werk Gelegenheit: Chalcotypie. Album

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