Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
656
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086 HSR-HSS. Nr. 1881-1853. .

grossen runden Medaille von 1817. Kugler, Beschreibung der Kunst-kammer S. 232, findet die Arbeit sehr sauber, aber ohne sonderlichenAufwand von Geist, ziemlich starr und befangen. Die Unterschriftlautet: Bilibaltus Pirckheymer, und ausserdem findet sich dabei dasobige Monogramm des Verfertigers. Dieses Medaillon ist 3 Z. 5 L,hoch und 3 Z. breit. Es stammt aus der Sammlung des KaufmannsHeinlein in Nürnberg, und in J. A. Börner's Auktionskatalog von 1832kommt dasselbe unter No. 372 vor. In Nürnberg wollte man es demHoraz de Sanctis zuschreiben, von welchem man aber keine Arbeitenin Perlmutter kennt. Der Name des Verfertigers ist noch in das Ge-heimniss gehüllt, welches auch Dr. Kugler nicht erhellen konnte.

1551. Johann Friedrich Schorer gilt in den bestehenden Catalogen

m. , . als der Verfertiger einer Folge von vier Landschaften mit1 bl5 Kindern, welche die Jahreszeiten vorstellen. Dieser Joh.Friedrich Schorer wurde nach der gewöhnlichen Angabe im Jahre 1610geboren, und somit widerspricht ihm das Datum der radirten Blätter.Auch Hans Friedrich Schorer, welcher unter dem Monogramm HSFNo. 1S24 eingeführt ist, kann nicht gemeint seyn, da er im Land-schaftsfache nicht gearbeitet hatte. Als Landschafter ist aber HansFriedrich Schrorer bekannt, der Meister mit dem MonogrammHSF No. 1828, und von ihm sind die seltenen Blätter mit den dieJahreszeiten andeutenden Kindern in Landschaften von 1618. Diesesehr seltenen Blätter haben wir nach der herkömmlichen Weise imKünstler-Lexicon dem Johann Friedrich Schorer zugeschrieben, vindi-ciren sie aber jetzt dem Hans Friedrich Schrorer, über welchen ander bezeichneten Stelle ausführlich gehandelt ist. Von ihm sind auchdie Elemente, welche ebenfalls dem J. P. Schorer zugeschrieben werden.Die Blätter mit den Jahreszeiten und dem gegebenen Monogrammehaben Quartformat.

1552. Horatius de Santis, genannt Aquil anus oder Aquilano,TÖj {\ <*\0 isi im Künstler-Lexicon nach Bartsch XVII. p. Off. ein-tfl^j \}\^\ geführt, und wir haben seine aus der Zeit von 1808-1383datirenden Kupferstiche beschrieben. Das gegebene Zeichen kommt nurauf einem Blatte vor, welches die Taufe Christi mit der Jahrzahl 1512vorstellt, B. No. 0. H. 9 Z. 0 L. Br. 8 Z. 10 L. üeber ein anderesBlatt mit dem Monogramme, welches Christus am Kreuze vorstellt,B. No. 7, kann man nicht im Zweifel seyn, da auch der Name bei-gefügt ist.

Die antiken Statuen, welche Aquilano mit Cherubin Alberti, FranzVillamena u. A. gestochen hat, kannte Bartsch nicht. Man findet siein folgenden Werken :

Antiquarum staluarum Vrbis Rotnae quae in publicis privatis-que locis visuntur Icones. Romae 158b, 1621, 4. Seinen Namentragen folgende Blätter:

1) Herculis simulacrum in aedibus Farnesianis, N. 29. Hör.Aquilanus fac. H. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 10 L.

2) Genij simulacrum in Capitolio, N. 12. Hör. Aquil. fac.H. 8 Z. 2 L. Br. 4 Z. 10 L.

1553. Der unbekannte Zeichner, und vielleicht auch Kupferstecher,

fcopirte Blätter von Barthel Beham sehr schön mit der Feder,und fügte auf diesen Blättern das Monogramm bei. Wir ent-nahmen dieses Zeichen einer Copie des Blattes mit den vier Todton-köpfen, B. No. 28.