Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
654
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6S4 HSM-HSP. Nr. 1S4S-1S47.

4) Der Cavalier und der Bettler auf dem Felde. In der Nähehütet der Hirt die Schafe, und links im Grunde unter Bäumen be-merkt man einen alten Thurm. Ohne Zeichen.

!»} Das Weib vor dem sitzenden Bauer am Hügel. Rechts imGrunde erhebt sich zwischen Bäumen ein Thurm, links unten stehtdas Zeichen mit der Jahrzahl *G27.

6) Der Zeichner im Vorgrundc einer Landschaft in Vogelperspektive.Im Mittelgründe breitet sich ein altes Städtchen mit Ruinen aus, undüber dem Stadtthore erhebt sich ein spitzer Thurm. Rechts am Baum-stamme steht die Jahrzahl ißl2, und links am Brunnen das Mono-gramm. H. 3 Z. Br. 4 Z. 4 L.

Brulliot I. No. 2403 zählt dieses oft vorkommende Blättchen zurobigen Folge als No. 6, es ist aber nicht nummerirt, und weicht inZeichnung und Behandlung von den Landschaften der Folge ab. DerKünstler scheint dieses Blatt nach einer fremden Zeichnung in seinerJugendzeit geätzt zu haben.

1545. Sigmund Hebenstreit, Maler in München, trat um 1B80T CN/j als Künstler auf. Der Sohn des Glasmalers Hans Heben-•P 7 ! A streit, widmete er sieht unter Leitung desselben ebenfalls

•JSMo der Glasmalerei, malte aber auch religiöse Vorstellungen^S~ß S* i n Oel. Das Zeichen mit der Jahrzahl 1695 findet manauf Federzeichnungen im k. Cabinet zu München, Scenen aus demLeben des Heilandes in leichten Umrissen. Auf der k. Hof- und Staats-Bibliothek zu München ist ein Zeichenbuch, meistens mit Wappen,und auch mit einigen Bildnissen von bayerischen Fürsten. Auf einigenBlättern steht das erste Zeichen, auf anderen die Beischrift: HansHebenstreit Maler. Auf letzteren wird sich das Monogramm nichtbezichen, und es sind daher Zeichnungen von beiden Künstlern darinenthalten.

1546. Hans Sebald Beham, Maler, Kupferstecher und Form-

PvP T qT » Schneider von Nürnberg, ist unter dem Monogramm HSBnämlich auf seinen Kupferstichen und Holzschnitten mit

EP, sp

No. 1511 eingeführt, und es ist auch bereits auf das ge-gebene Zeichen hingewiesen. Der Künstler wechselte

dem Monogramme, indem er bald HSB, bald HSP zeichnete, nachder schwankenden Orthographie Beham und Peham. Das erste Zeichenwiederholt sich mit geringer Abweichung auf Kupferstichen, welcheBartsch VIII. p. 114 ff. beschreibt. Auch auf kleineren Holzschnittenkommt dieses Zeichen vor, welche ebenfalls Bartsch aufzählt. Die dreianderen Zeichen kommen ebenfalls auf Holzschnitten vor, und darunterauf solchen, welche dem genannten Schriftsteller unbekannt gebliebensind. Wir haben unter dem Monogramm HSB Nachträge zumPcintrc-graveur geliefert, und im Verzeichniss der Kupferstiche und Holz-schnitte ist auf das Monogramm hingewiesen, je nachdem es aus HSBoder HSP besteht Wir geben daher hier die Blätter nicht an, undverweisen im Ganzen auf den früheren, reichen Artikel, welcher abernur den Peintro-graveur und das Künstlcr-Lexicon ergänzt. Im Uebrigenbleibt erstcrer massgebend.

1547. Hans Schlump nannten wir den alten Meister mit demTen TcT) Monogramm HS No. 1403, und um diesen handelt es sichra^/lJIj hier ebenfalls. Man findet das gegebene Zeichen auf einergegenseitigen Copic der Entführung der Amymone von Albrecht Dürer,B. No. 71. Unten in der Mitte ist das erste Zeichen, jenes desA. Dürer fehlt. H. 9 Z. Br. 6 Z. 10 L.