540 HPL-HPO. Nr. 1377—1380.
ist eine grosse Pflanze, und links oben in der Luft steht: JP. (verbunden)Lemke. H. 3 Z. 10 L. Br. 3 Z. 6 L.
Dieses und die beiden folgenden Blätter sind ausgeführtore Nadel-arbeiten. Die Platte mit dem Falkcnjäger erwarb in neuer Zeit J. F. Linkin Berlin. In der Sternberg'schen Auktion wurde ein alter Abdruckmit 19'/» Thlr. bezahlt. Auktion Eisenhart 6 fl. 8 kr.
4) Hagar und der Engel in der Wüste. Sie sitzt rechts vorn amFusse des Baumes mit gefalteten Händen nach dem Himmel. Nebenihr in Mitte des Blattes steht der Engel in leuchtendem Gewölke, unddeutet nach der Stelle, wo Wasser aus dem Felsen quillt. Ismael liegtlinks im Mittelgrunde auf dem Boden. Rechts im Unterrande: JP (ver-bunden) Lemke gern: u: geetzl. H. 3 Z. 9 L. Br. 4 Z. 6 L. Rand 2 L.
Dieses Blatt galt in der Auktion Sternberg 12V, Thlr.
5) Die Verkündigung an die Hirten. Der Engel steht rechts inStrahlen auf einer Wolke, und nähert sich der Gruppe von ruhendenHirten im Vorgrunde. Der vom Rücken gesehene Hirt erhebt die Hand,ein anderer rafft sich vom Boden auf, und sein Hund bellt den Engel an.Links neben Geräthen sitzt ein Hirt bei seinem Weibe, welches ein Kindauf dem Schoosse hält. Zwei grössere Kinder stehen daneben. Aufeiner Anhöhe links im Mittelgründe sieht man Hirten bei zeltähnlichenWohnungen, wie sie nach der Erscheinung blicken. Nur Ein Mannschläft auf dem Boden. Links unten im Rande: J. de Wet inve.,rechts: Lemke fe. i(i51. H. 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. S L.
Die in Rembrandt's Manier radirto Platte scheint noch vorhandenzu seyn. Börner sah einen blassen Abdruck auf neueres Velinpapier.Weigel werthet das Blatt auf 2 Thlr.
(i) Das Opfer Abrahams. Die Handlung geht auf einer Anhöhemit Gesträuchen vor, und oben rechts kommt der Engel herab, umden Patriarchen von seiner That abzuhalten. Ohne Zeichen. H. 4 Z.Br. 3 Z. 6 L.
1377. Hermann Lüders, Münzmeister, stand von 1670—1691 in,p Diensten verschiedener Herren, wir haben aber über seine Be-**-•■ Stallungen schon unter dem Monogramm HL No. 1214 gehandelt,und verweisen nur auf jenen Artikel.
1378. H. L. Padtbrugge, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfter-[C7\ des 17. Jahrhunderts in Stockholm thätig. Wir haben im
UJ^/^. Künstler-Lexicon Bildnisse von ihm verzeichnet, wissen abernicht, ob sich auf einem Blatte das gegebene Zeichen vorfinde. Struttschreibt es dem Padtbrugge zu, und wird daher irgend ein Blatt mitdiesem Monogramme gesehen haben. Johann Philipp Lemke könntezuletzt ebenfalls darauf Anspruch machen.
1379. Unbekannter Maler, welcher im 16. Jahrhundert gelebtIT TT\ /f~\ IT zu naDen scheint. Er gehört der deutschen
, L-Jl-J ff a II Schule an, wir wissen aber nicht mehr über[IL .JL i \^/'JL' seine Leistungen als Brulliot, welcher im App. I.No. 277 sagt, dass er von Malereien mit diesem Zeichen nichts er-fahren habe. Wir haben nie ein Bild dieser Art gesehen.
1380. Heinrich Pottglesser, oder Pottengiesser, soll nach Hellertt),. und Brulliot III. No. 556 unter dieser Abbreviatur zu ver-
J.-IoV k . stehen seyn. Heller nennt seinen Pottengiesser einen um1641 lebenden vlämischen Meister, die niederländischen Schriftstellerkennen aber keinen solchen. In Cöln lebten aber zwei Künstler diesesNamens, Theodor und Johann Wilhelm Pottgiesser. Von dem ersterenist kein Werk bekannt, und letzterer wurde erst 1656 in die kölnische