Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
537
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HP F. Nr. 1367-1369. 537

bilde in Farben geschmelzt. Dieser Heilige wurde erst 1622 vonGregor XV. canonisirt, da ihn aber Poncet mit dem Heiligenscheinedarstellte, so kann das Bild erst nach der Canonisation gemalt seyn.Auf der Rückseite stehen die zusammengezogenen Buchstaben HP mitdem Beisatze oncet. Das obige Monogramm steht auf einer grauin grau gemalten Platte mit St. Peter, wie er knieend den Hahnenrufvernimmt. Diese Grisaille befindet sich ebenfalls in der CollectionCarpentier. In der Collection d'Arjuzon ist eine Schale, welche imInnern badende Nymphen vorstellt, ebenfalls grau in grau gemalt undmit dem Monogramme versehen. Graf L. de Laborde, aus dessenNoticc des Emaux. Paris 1882, p. 297, dieser Artikel geschöpft ist,sah im Handel auch 12 Platten, auf welchen Poncet die ersten zwölfrömischen Kaiser zu Pferd vorgestellt hatte. Sie sind in der Zeich-nung misslungen, und die Stellungen sind grottesk. Die Vorbilderfand Poncet in den Oelgcmäldcn eines deutschen Meisters, er setzteaber sein Zeichen auf die Emaillen.

Die Malereien dieses Meisters haben nach Mr. de Laborde eindüsteres Ansehen, indem sowohl die Grisaillen als die farbigen Bilderden Stichen in schwarzer Manier gleichen. Der Emaillcur war ohneGeschmack und Talent. An das von Poncet gemalte Bildniss deshl. Ignaz von Loyola erinnert ein Stich von Wierx.

1367. Hermann Pyelmans, ein um 1740 in Brüssel lebender Maler,<7? rr~\ <J~^~i hinterlicss Zeichnungen mit diesem Monogramme. Sie

sind in der Weise des D. Tcniers und A. BrouwerJj -L . JL . behandelt, und mit wenig Figuren versehen. Es kommenaber auch grössere Compositionen vor, gewöhnlich schwarz getuscht. EinBlatt dieser Art stellt zwei Männer zu Pferd und eine Frau mit Schafenvor, ein anderes Bauern zu Pferd, welche nach einem am Baume auf-gesteckten Ziele reiten, und mit Stöcken stechen, 4. und kl. qu. fol.

1368. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundert__ j_, zu Paris thätig war. Das Zeichen fand Börnor auf dem Titel'W einer Folge von neun Blättern mit Plänen zu Gartenanlagen:Parterres et Comparlimens divers pour dresser en plusieurs agriablesfacons les Jardins des grandes et medioeres maisons —. Paris,Jean le Clerc Excudil, qu. 4. Diese Blätter sind steif und hart ge-stochen, und könnten wohl Arbeit eines Kunstgärtners seyn.

1369. Heinrich Pfenninger, Maler und Radirer, geb. zu Zürich/,, gf >» ., 1749, gest. 1818, hinterliess eine bedeutende Anzahlj-t.Jf .jeci-t von Blättern, besonders Bildnisse von ZeitgenossenjfCJlf/OW/f und früheren Notabilitäten, dann auch Landschaften

1f ' f 't/TP- un ^ Ansichten aus der Schweiz nach Salomon GcssnerJlpJ-^J-h.-Jjüri-) u . a. Die gegebenen Zeichen findet man auf Bild-nissen nach Holzhalb, A. Graff, Tischbein, lt. Mengs &c., und auchauf Blättern nach älteren Meistern. In L. Meisner's Biographien be-rühmter Männer aus der Schweiz 1781 , und in dessen Charakteristikder berühmtesten deutschen Dichter sind viele Blätter von Pfonninger,theils Stiche, theils Radirungen. Auch für Lavater's Physiognomikarbeitete er. In der Bezeichnung blieb er sich nicht gleich. Aufanderen Blättern steht: Hr. Pf. fecit, Heinr. Pf., Pf. fecit, Pfen,,H. Pfen. Zu den schönsten Blättern mit obiger Schrift gehört dasBildniss des S. Gcssner nach A. Graff, und jenes der Nonne Roswitha.Dann nennen wir auch noch das Blatt nach J. M. üsteri, welchesChristus mit dem Zinsgroschen und einen Pharisäer mit dem Beutelvorstellt: H. Pf. fecil. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 1 L. Dieses Blatt ist