»14 II N. Nr. 1293—1295.
wohnlich dorn Hans Lützelburgcr zugeschrieben, joncm Meister, fürwelchen mehren Kunstfreunde auch Uolbetn'i Todtcntauz in Anspruchnehmen. Wir haben unter dem Monogramm HL Ho, MlOfi ausführlichdarüber gehandelt, und bei dieser Gelegenheit mussteu wir mich denHolzschnitt mit der utopischen Baucrnschlacht zur Sprache bringen,da nach unserer Ansieht die Zeichnung von Holbein seyn dürfte. DiePlatte besass Lützelburger in jedem halle, denn man findet Abdrückeauf einem Grossfoliobogen, unten mit einem vollständigen lateinischenAlphabet, und mit Kützolhurgors Namen, beide von besonderen llolz-Stocken mit Einfassung. Auf dem einen steht: IIAi\i\S LKVCZEL-BVRGER FYRMSCHNWER 1.4.2.2. Diese Abdrücke sind äusserstseilen. Man findet deren nur im k. Cabinet zu München und zuDresden, dann im Museum zu Jiasel, und ein weiteres Exemplar be-sass Peter Viseber daselbst. Bartsch sah nur den Abdruck in derk. k. Sammlung zu Wien, auf welchem das Alphabet und der NameLützelburger's nicht vorkommen. Ein Exemplar mit der Schlacht alleinbesass auch Graf Sternberg-Alanderscbcid, in dessen Catalog H. No. 082Frenze! sagt, dass man die Buchstaben II N gewöhnlich auf HansNeudörffer deute, was ausser Frenzel wohl nur selten jemanden ein-gefallen, wenn auch dem Dresdener Exemplar handschriftlich Ncu-Qörffer's Name beigefügt ist. Ein drittes Exemplar ohne Namen undAlphabet befindet sieh in der Sammlung des Marchose Malaspina diSannazaio zu Padna. Kr schreibt in seinem Gatalogo II. p. 109 dieCompositum dem Beccafuml zu, und weiss für den Formschneiderkeinen Namen. Ausserdem besitzt auch Mr Douce in London einenAbdruck ohne Namen, wenn nicht dieser, oder jener des Grafen Stern-berg ins brittischo Museum übergegangen ist.
Ueber Hans Kützelburger bandeln wir auch unter den InitialenULF No. 1241, wo das Blatt mit seiner Adresse ebenfalls zur Sprachekommen musste.
1293. Unbekannter Kupferstecher, weh her in Nürnberg tbätigu ^_ war. Mau findet diese Buchstaben auf dem in C. Mellan's..-'-,' Weise gestochenen Bildnisse eines jungen Mannes mit Schnurr-1 6 6 8 i, ar t und langen Haaren, jenem des Messerschmiedes HansNusser in Nürnberg, wie uns Herr Börner versicherte. Die Buch-staben H IS beziehen sich daher auf den Messerschmied, und wir habeneinen unbekannten Kupferstecher. II. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 11 L.
1294. Heinrich Naiwincx, Maler und Radlrer, welcher um die
Hi /- Mitte des 17. Jahrhunderts blühte, soll sich auf Gemälden• VY- und Zeichnungen der gegebenen Initialen bedient haben. Siesind in einem uns zu (lehnte stehenden Monogrammen-Vcrzcichnisseeingetragen, welches ehedem Dr. Goldschmid in Frankfurt a. M. be-sass landschaftliche Zeichnungen von der Hand dieses Meisters fin-den sich, wir habea aber nie ein Gemälde gesehen. Auf den radirtenBlättern dieses Künstlers kommen die Initialen nicht vor. Dr. Gold-schmid besass eine grosse Sammlung von Gemälden, und er trug dieMonogramme in ein ihm vorliegendes älteres Verzeichnis* ein. Aufden Ruf der Unfehlbarkeit konnte er indessen nicht Anspruch machen.
1295. Unbekannter Kupferstecher, welcher im Iß. Jahrhundert
_ thätig war, und zwar zu Anfang dessellien , wie Brulliot,TT i/° Appendix II. No. 140 wohl zu früh angibt. Das Blatt mit■TT c/K . (iie sen Buchstaben stellt, ein Zierfeld vor, in dessen Mitte«ine Vase steht, aus welcher eine Pflanze mit ihrem Blätterwerk dieFlächen füllt. Links sitzt ein kleiner Genius, und fünf andere Genien