Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
513
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HN. Nr. 1200—1292. 513

Monogramms. Wir wissen von einer Waldlandschaft mit Wildtackvon 4844 in Oel und Aquarell. Auch andere Zeichnungen mit deinMonogramme kommen vor.

1290. Unbekannter Kupferstecher, welcher um I 553 thätig war.-Kj r i. Er copirte das Blatt von A. Dürer, B. No. 80, welches den

<J'-?\*ü\ Bauern und sein Weib auf dem Wege zum Markte vorstellt.Erstercr trägt seine Mütze in der einen Hand, und streckt die andereaus. Vor ihm steht ein Korb mit Eiern und ein Krug. Links stehtdas Weib mit zwei Hühnern und einem Büschel Reisig. Der Copistnahm die Vorstellung von der Gegenseite und liess Dürer's Zeichenweg. Unten auf einem Steine ist sein Monogramm, und links obendie Jahrzahl iSÜO, H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 L.

1291. Unbekannter Kupferstecher, welcher 15)4 thätig war. Er, . t ^y y^ t. gehört der vlämischen Schule an, Bartsch VIII. p. 547

vw«^"s^ zählt ihn aber zu den alten deutschen Meistern. Letz-A.Yv.\i<.../S| terer beschreibt die Kupferstiche desselben, und ambcmuooJ auch den Holzschnitt mit den Initialen N II. Die obigenBuchstaben mit der Jahrzahl /-32<* gibt Bartsch nicht, sondern nurdie Initialen N II und ein aus diesen gebildetes Monogramm. Wirhandeln ebenfalls unter N H über diesen Meister, und gehen als Rück-weis nur die Signatur, da im vorkommenden Falle nach unserm Sy-steme unter // N zu suchen ist.

1292. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher umtt j. 1320 thätig war. Bartsch VII. p. 547 bringt ihn mit demin.}/}.. M u ]cr oder Kupferstecher H N in Verbindung und zählt letz-teren zur deutschen Schule, während Passavant, Peintre-graveur I.p. 221, in seineu gut gestochenen Blättern die vlämischc Stylweiseerkennt, nur dass die Zeichnung voller ist, und eine Hinneigung zumGrossartigen sich zeigt. Unter solchen Verhältnissen ist aber derFormschneider oder der Zeichner // N mit dem Kupferstecher nichtEine Person, und Bartsch hat 1. c. p. 532, No. 1, den Holzschnitt nurim Anhange zu den Kupferstichen gegeben, weil er keine schicklichereStelle fand. Er würde sie aber nicht gewählt haben, wenn ihm einAbdruck mit dem Namen des Hans Lützclburger bekannt gewesenwäre. Andere Schriftsteller verfielen auf Hans Holbein, so dass Hder erste Buchstabe des Tauf-, und TV der letzte Buchstabe des Zu-namens von Holbein wäre. Allein es fragt sich, ob nicht die Initialenverkehrt gekommen sind, so dass, wie es scheint, iV H zu lesen ist.Dass unser Zeichner oder Fonnschneider I\l II setzen wollte, dürfteein anderer Holzschnitt beweisen, welcher die Apostel in einer Land-schaft vorstellt: ÜIVISIO APOSTOLORVM. Links unten an einemSteine stehen die Buchstbaben A // mit der Jabrzahl /-52I darunter.H. 12 Z. 8 Ti. Br. 18 Z. 8 L. Wenn der Kupferstecher NU eherder holländischen, als der deutschen Schule angehört, so kann der Form-schneider HIS mit ihm nicht Eine Person seyn, indem sich in den Holz-schnitten die deutsche Kunstrichtung ausspricht, im Ganzen mehr jenedes II. Holbein, als die des angeblich holländischen Meisters N H,dessen Blätter nur geringe Aehnlichkeit mit llolbein'schcn Composi-tionen haben.

Das Blatt mit den obigen Buchstaben stellt einen Kampf vonBauern gegen nackte Männer im Walde vor. Erstere sind mit Heu-gabeln und Dreschflegeln, letztere mit Schwertern und Schilden be-waffnet. Links unten ist ein Täfclchcn mit den Initialen. H. 5 Z.9 L. Br. 10 Z. 9", L. Dieser schöne Holzschnitt wird jetzt ge-

Honogrammlsten Bd. HL Ja