HMV— ;HN. Nr. 1280-1283. im
vadirt und gestochen, und geben Studien von Figuren, Köpfen uudCarricaturen. Oben links steht: Di Leonardo da Vinci, und dasZeichen des Stechers. Die Zahl belauft sich auf wenigstens 20 Blätter,welche unter einem allegorischen Titel erschienen: liaccolta di disegniincisi da Girolami Mantelli sui/li original* dclla bibliolheca Am-brosiana. Milano i705, fol. Die Zeichnungen sind nicht vongleicher Grösse.
1280. Hans Martin Velth, Zeichner und Maler, geb. zu Schaff-T A ■ / hausen [680, gest. nach 1727, hatte als Küustler Ruf. Er
21 V' malte Bildnisse, biblische und mythologische Vorstellungenim italienischen Style seiner Zeit. Auf Gemälden und Zeichnungenfindet man das Monogramm, doch schrieb er meistens den Namen aus.Seine Zeichnungen sind mit der Feder umrissen, in Tusch oder Bisterübergangen, und auch in Rothstein ausgeführt. Im Künstlcr-Loxiconist 1717 als das Todesjahr des Meisters genannt, in der Sammlungdes Dekan Veith in Sehaffhausen war aber bis 183!J eine Zeichnungmit der Verklärung Christi auf dem Tabor, auf welcher das Mono-gramm mit f727 vorkommt.
1281. Unbekannter Maler oder Kupferstecher, welcher in derbf-VJ' i n /V» zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig war. Brulliot,
ff •• ' ' App. I. No. 284, kennt ein radirtes Blatt mit dem ge-gebenen Zeichen. Es stellt eine Schlossruinc vor, mit der Unter-schrift: Kasleel by Wyck te Düürstede. H. ü Z. !i L. Br. 4 Z. 3 I,.
1282. Unbekannter Zeichner oder Kupforstecher, welcher in derE"W-V"& zwc 'tun Hälfte des 10. Jahrhunderts thätig war. Bartseh IX.IT)ve>A- P-8i>, beschreibt ein allegorisches Blatt, welches einen Kann
ix. vorstellt, der im Kahne die stürmische See durchfährt nach
dem Hafen der Glückseligkeit, an welchem ihm links der Erlöser dieArme entgegenstreckt. Letzterer steht auf einem Felsen mit demTode, einer Syrene, einem Wallfische, einem Seepfcrde und einerSchlange zu seinen Füssen. Dieselben Gewalten stemmen sich auchdem Seefahrer entgegen. In Mitte dos Hintergründe! steht Moses aufdem Felsen, welcher sich aus dem Meere erhebt, und links nachunten am Felsen bemerkt man das obige Zeichen, welches liartschdem Erfinder der Allegorie zuschreibt. Daneben bemerkt man denBuchstaben M. H. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 4 L.
1283. Hans Neudiirffer. Zeichner und Schreib- und Rechenmeister■W von Nürnberg, geb. 1497, gest. 1503, nimmt in der
Kunstgeschichte eine ehrenvolle Stelle ein. Ihmverdanken wir die genauere Kunde über Kunst undKünstler in Nürnberg, von der zweiten Hälfte des
NUt. Jahrhunderts an bis zum Schlüsse seiner Pe-riode. Er hintcrliess seine Aufzeichnungen als Manu-script, es wurde aber schon von Schriftstellern desvorigen Jahrhunderts benutzt, und eine neue Aus-gabe mit der Fortsetzung von Gulden besorgte Frie-T KT Oft drich Campe unter dem Titel: Nachrichten von
rl\ VC ' den vornehmsten Künstlern und Werkleiileii, so
innerhalb hundert Jahren in Nürnberg gelebt haben, tvm. Nebstder Fortsetzung von A. Gulden, 1GOO. Nürnberg 1030. 12. Wirhaben es hier zunächst nur mit dem Schreilmieister zu thiin, welcheraber in seinem Fache als Künstler zu betrachten ist. Heller führtihn auch in seiner Geschichte der Holzschneidekunst auf, und bringt