Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
445
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HK. Nr. 1181-U8S. 445

Halse des Gekreuzigten geführt, denn durch einen solchen ist dasHaupt vom Körper getrennt, und aus dem Halse rinnt Blut über dieBrust herab. Unten in der Mitte ist das Wappen von Mainz nebeneinem anderen Schilde mit drei Querbalken. Die Initialen HK bemerktman im Hintergründe stark punktirt, und es wurde daher wahrschein-lich ein Metallstock benützt. Unter dem Bilde steht: M.CCC.LXXXIIJJar genanl zv Menlz \ vff dem, feld wart difs wunder beküt. \ Darabwart Schelkroph fchetlich gebrät. \\ Höhe mit den Einfassungslinien4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 3 L. Dieses Blatt hat das Ansehen, als stammees aus dem Anfange des 15. Jahrhunderts, stammt aber aus spätererZeit. Man findet es sehr selten.

1181. unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher um 1630t» rr in Nürnberg thätig war. Er hintcrliess einen aus zwei Blättern

bestehenden Holzschnitt unter folgendem Titel: Abrifs — wasin den, von Anna Köferlin zu Nürnberg, lang zusammen getrage-nem Kinder-Haus, dergleichen nie gesehen noch gemacht anzu-treffen, vnd wie etliche hundert Stuck — darin zu sehen. Im Randestehen Verse und die Jahrzahl 1632.

1182. unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 18. Jahr-

j_r rr hunderts in Frankfurt a. M. gelebt zu haben scheint. Er malte' Küchenstücke in der Weise des Justns Juncker, welcher 1707in Frankfurt starb. Herr Senator Dr. Gwinner daselbst besitzt einGemälde mit den Initialen des Namens. Es stellt eine Küche vor,in welcher ausser der Köchin noch andere Personen vorhanden sind.

1183. Hinterkircher oder Hinterkercher, Maler und Radirer, ist11 K T " nt( ' r dem Monogramm HK No. 1108 eingeführt, und wir

/' beziehen uns zunächst auf jenen Artikel. Die Initialen //. K.f.kommen auf radirten Blättern mit Schafen und Ziegen vor.

1184. Unbekannter Maler, welcher im 17. Jahrhundert thätig war.T_r xr • Bartsch erwähnt im Catalogue raisonne de toutes les

• • P mx - estampes de Rombrandt II. p. 128 No. 04 ein radirtesBlatt mit der Büste eines Kriegers, welcher von vorn gesehen etwasnach rechts gerichtet, und mit einer mit zwei Federn gezierten Pickel-haube bedeckt ist. Der Grund ist hell, bis auf einige Striche an derlinken Achsel. Im schmalen Rande steht links //. K. pinx., rechts ./. D.H. 0 Z. 8 L. Br. 5 Z. H L. Vgl. No. 1173.

Die Initialen H. K. könnten sich auf Hans Kess beziehen. Erwar Hofmaler des Fürstbischofs von Würzburg, und malte Bildnisseund Genrebilder in der Weise Rcmbrandt's.

1185. Medailleure und Münzmeisler, welche H. K zeichneten,TT TT- wie Schlickeysen , Erklärung der Abkürzungen &c. S. 138n - ■"- angibt.

Hans Krauwinkler in Nürnberg fertigte von iWÖ — 16Ö3 Spiel-und Rechenpfennige, auf welchen geschichtliche und allegorische Vor-stellungen, Thiere u. s. w. vorkommen. Er zeichnete H. K., H. Krau.und H. Krauwi.

Heinrich Köhler, Münzmeister in Copenhagen von 1043—1602,bediente sich auch eines aus // K gebildeten Monogramms.

Heinrich Kemper, Münzmeister in Döbitz von 1009—1073.

Heinrich Koppers, Münzmeister in Cöln von 1722—1734, verbanddie Initialen auch zum Monogramme.