444 HK. Nr. 1177 — 1180.
3) Der Bau des babylonischen Thurmes. Mit dem Namen. Höhe6 Z. 7 L. Br. 8 Z. 4 L.
Im Künstler-Lexicon steht irrig: Der Bau des Thurmes zu Basel,statt Babel.
4) Das Weltgericht. Johan Kelertaler. H. 6 Z. (i L. Br. 5 Z. 7 L.
5) Eine Schlacht der Römer gegen Fussvolk. J. M. Nosseni Are.Johan Kellerlaler schulpsil. H. C Z. 6 L. Br. 5 Z. 1—2 L.
(i) Ein türkischer Kaiser mit den Kronen von weltlichen und geist-lichen Regenten zu den Füssen. J. M. Nosseni Are. Inuen. JohanKelertaler schulpsil. 11. (i Z. 7 L. Br. !> Z. 4 L.
Kellerdaler soll acht Blätter nach Compositionen des ArchitektenJ. M. Nosseni gestochen haben. Dazu gehören ausser den genanntenmit dem Namen der Thnrmbau in Babel, der Untergang des babyloni-schen Reiches, und die Gründung des Reiches der Kirche durch Carlden Grossen, welche im Lexicon erwähnt sind.
1177. Heinrich Krigar, Historien- und Genremaler, wurde 1805tj T/' „•„_. zu Berlin geboren, und von Professor Wach unter-rl. IV. pmx. rights Seine früheren Werke tragen das Geprägeder Wach'schen Schule, und bestehen meistens in religiösen Vorstell-ungen. Auf einigen kommen die Initialen H. K. vor. Dieselben Buch-staben findet man auch auf einem Gemälde mit der Ansicht der Kloster-kirche in Berlin, welche 1830 zur Ausstellung kam. Seinen Ruf gründeteer in Düsseldorf durch Genrebilder, wovon zwei auch lithographirtwurden. Das eine, eine Scene aus dem 30jährigen Kriege, ist unterdem Titel der Wahrsagerin von E. Krafft in gr. qu. fol., und vonReubkc und Meyer in qu. fol. nachgebildet. Ein zweites Gemälde,Aschenbrödel betitelt, wurde von Wildt und Devrient in gr. qu. fol.,von Beck in qu. fol. lithographirt.
1178. Hans Knoblouch, Buchdrucker in Strassburg, bediente sichTT J7~ zu Anfang des 16. Jahrhunderts eines Emblems mit derii_ l\ Knoblauchpflanze, und wendete es auf dem Titel oder amEndo der Druckwerke an. Wir finden dieses Signet in: Marsüii Fi-cini De religioe chrisliana et fidei pittate opusculum. ArgentineJohannes Knoblouch 1507, 4.
1179. Hans von Culmbach soll auf Gemälden der Initialen HK
HTT sich bedient^ haben. Wir finden diese Notiz in einer hand--"■• schriftlichen'Bemerkung über Monogrammenkunde, mit demBeisatze : Hans von Culmbach hat Dr. Sixli Tafel bei St. Sehald(in Nürnberg) gemalt, lange bei Albrecht Dürer gewesen. Wirwissen nicht, ob auf der genannten Tafel die Initialen // K vorkommen.Das fragliche Manuscript über Monogrammen fand Hr. Herberger imArchive zu Augsburg, es ist aber nicht durchaus verlässig.
1180. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte. T tt des 15. Jahrhunderts thätig war. Man findet einen nicht schlecht171.1» gezeichneten und einfach schattirten Holzschnitt, welcher dieFrevelthat eines Schelkroph in Mainz vorstellt. Das Blatt zeigt Christusam Kreuze mit einem bis an die Knie reichenden Schamtuche. An denEnden des Kreuzes sind die Symbole der Evangelisten in viereckigenRahmen, nur ist das obere fast gänzlich durch eine Wolke bedeckt,in welcher Sonne und Mond erscheinen. Unterhalb des Querbalkensist in gleicher Richtung mit demselben eine Stange an das Kreuz be-festigt, an welcher Votivgaben hängen. Links halten Johannes undMagdalena die in Ohnmacht sinkende heilige Mutter, und rechts stehtein Bauer mit entblösstem Säbel. Er hat bereits einen Hieb nach dem