426 HI IS. Nr. 1127.
1) Eine Königin mit der Krone auf dem Haupte knicend mit ge-falteten Händen vor einer Säule, auf welcher ein Götterbild steht.Hinter ihr ist ein Vorhang an den Säulen befestigt, und rechts in derDurchsicht ist ein Tempclgebäudo, wahrscheinlich die alte Basilica deshl. Petrus. Unter der Königin säugt die Wölfin den Romulus undRemus. Unten in der Mitte die Initialen, und auf der Rückseitegeschichtlicher Text.
2) Johannes der Evangelist mit dem Kelche in faltenreichem Mantelauf einem getäfelten Boden in einer romanischen Halle. Oben stehtdessen Name, und unten das Feld mit den Initialen. Als Illustrationdes Capitels über Santo Giovanni in Laterano. Auf der Rückseite derSchlusstext der Geschichte des Kaisers Constantin.
3) Der hl. Petrus mit Schlüssel und Ruch auf getäfeltem Bodenin einer romanischen Nische. Unten in der Mitte sind die Initialen,und auf der Rückseite Text über ein wundertätiges Christusbild.
4) Der St. Veronica-Altar mit dem Schweisstucho des Heilandes.Unter diesem knieen viele Figuren, und voraus die Fackelträger. Inden Ecken der Einfassung sind hier die Symbole der Evangelistennach dem alten Typus. In der Mitte \mten die Initialen, und auf derRückseite Text, mit dem Schlüsse: Hie volget nach der sibent allar.
!>) Der Apostel Paulus mit Buch und Schwert vor einem Vorhangein der Nische. Unten die Initialen, und auf der Rückseite Text:Die drill, haubt kirch ist zu sant Pauls etc.
(i) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde als Himmelskönigin auf demhalben Monde. Sic steht von Flammen umgeben unter einem einfachenBogen, dessen obere Rundung ein Ast mit Blättern bildet. Links obenin der Einfassung ist die Büste der Maria, rechts jene des verkünden-den Engels. Rechts und links unten ist je eine Büste eines Prophetenmit Schriftbändern. In der Mitte unten ist das bekannte Band, stattder Buchstaben sieht man aber nur die Punkte. Auf der Rückseiteist Text: Die vierte haubl kirch ist zu sant Maria maior etc. DasVorbild zu diesem Holzschnitte ist in Deutschland zu suchen. Fastdieselbe Vorstellung sieht man am Plaforui des Orgelchoros der Frauen-kirche in München. Sie kommt auch als Vignette in Schobser'schenDrucken vor.
7) Der hl. Laurcnzius mit Rost und Palme unter einem einfachenBogen. Unten in der Mitte die Initialen, und auf der Rückseite Text,mit dem Schlüsse : Hie volget nach die fnnffl haubl kirch.
8) Christus am Kreuze mit Maria und Johannes, ohne Architekturauf weissem Grunde. In den Ecken sind die alten Symbole der Evan-gelisten, und unten in der Mitte die Initialen. Auf der Rückseite Text:Die v haublkirch ist zu sant Laureiz etc. Das Vorbild zu diesemHolzschnitte dürfte von einem deutschon Meister seyn.
9) Der hl. Sebastian am Baume von Pfeilen durchbohrt. Rechtsin der Einfassung schiesst ein Schütz den Pfeil nach ihm ab, und linksspannt ein solcher die Armbrust. Unten in der Mitte die Initialen,und auf der Rückseite Text, mit dem Schlüsse : Hie volget nach diesibend haubl kirch. Auch diese Vorstellung trägt das Gepräge derdeutschen Schule.
10) Christus, wie er sitzend dem hl. Petrus die Schlüssel über-reicht. Rechts ist eine Gruppe der Apostel, auf dem vom Haupte desHerrn ausgehenden Bande steht: tibi dabo ci.avks. re. cei.oh. DieseVorstellung ist vor dem Titel des Buches eingefügt, und ohne Initialen.H. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z. 10 L.