Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
425
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HI IL Nr. 112S — 1127.

42S

1125. Heinrich Johann Hille, Mtthnneirter in Stralsund, StettinTj t tt und Güstrow, zeichnete Stempel H. I. H. Er starb 170!!.

Vgl. Schlickeyscn, Abkürzungen auf Münzen &c.

1126. Heinrich Joachim Herterich, Maler und Rndirer, gnb. zu■fr, ^ rrj i » . Hamburg 1772, malte Bildnisse in Pastell undr /~v J J~V ' °'4■ Miniatur, sowie Landschaften in Aquarell. ImJahre 1818 gründete er mit ,T. Spcckter eine lithographische Anstalt,aus welcher viele gelungene Bildnisse und andere Blatter hervorgingen,welche zu den bessten früheren Leistungen dieser Art gehören. Herterichzeichnete seihst Bildnisse auf Stein , radirte aber üherdiess auch meh-rere Landschaften, auf welchen der Name, oder die obigen Cursivenvorkommen. Aus dem Jahre 1814 stammen fünf baumreiche Land-schaften mit Hirten bei der Ilecvdc, Fischern und Landlcuten. DieseBlätter sind gut radirt, kl. qu. fol. und 4. Herterich starb um 1840.

1127. JacobUS von Strassbnrg könnte an den Holzschnitten be-theiligt seyn, um welche es sich hier handelt.Man findet sie in folgendem, sehr seltenenBüchlein : In de bneehlein steet yesehribenwie Rom yepavet wart rnd ron dem erstenkimig vnd von einem yelliehen knniy Ml Romwie sie yrreiyirl haben, elc. ele. Am Ende:Getruckt zu Rom durch n/aisler Sle/fan planck

vö passaw in dem iar als man »alt M, CCCCC. zu der zeit des babslsAlexanders des Vj. in seinem, aelilen iar, 12. Die Blätter, mit welchendieses Buch geziert ist, sind sehr interessant, sowohl hinsichtlich derZeichnung, als der Technik. Der Formschneider von LSO0 steht inletzterer Hinsicht fast auf jler Höhe seines Zeitgenossen Albrecht Dürer,nur dass jeder seinen eigenen Weg ging, unser Meister nach der Richt-ung der italienischen Schule damaliger Zeit. Jedes Blatt stellt einenHeiligen in ganzer Figur in verständig schraffirten faltigen Gewändernvor, und den Hintergrund bildet gewöhnlich Architektur romanischenStyls. Die gothischen Formen sind gänzlich vermieden, da der Künstlerseine architektonischen Details in den altchristlichen Kirchen Romssuchte. Die 8 Linien breite Einfassung der Bilder enthält Ornamentevon Blättern, Blüthcn und Stängeln auf schwarzem Grunde, und untenim Mittelfelde eines jeden stehen auf dem Bande die Buchstaben H. I.und I. S., mit geringer Abweichung des Bandes und der Verzierungendesselben. Unter //. /. hat vielleicht der Zeichner seinen Namen an-gedeutet, oder es sind, wie wahrscheinlich, die Figuren und Ornamentenicht von einer und derselben Hand geschnitten. Auf Jakob von Strass-bnrg möchten wir die Initialen /. S beziehen, da dieser Meister schonzu Anfang des 10. Jahrhunderts in Rom thätig war, und dann vielleichtdie längste Zeit in Venedig. In dieser Stadt erschien 1808 Fein grossesSchnittwerk, welches auf zwölf Blättern den Triumph des Julius Cäsarvorstellt. Heller, Geschichte der Holzschneidekunst S. 174, behauptet.dass keine frühere Jahrzahl als 1K03 auf italienischen Holzschnittenvorkomme , in dem von Stephan Planck gedruckten Büchlein mit derBeschreibung Roms sind wenigstens ältere undatirte Blätter nachge-wiesen. Die gegebenen Buchstaben können nur die Namen der Künstlerandeuten, da sie sich weder auf den Drucker, noch auf die darge-stellten Heiligen beziehen. Höhe der Blätter mit der Einfettung '.'< '/,.10 — 11 L. Br. 2 Z. S L. Der Rahmen ist indessen nicht als Passe-partout zu betrachten. Er ist auf derselben Platte mit abwechselndemSchmucke in die Tiefe geschnitten.