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1106. Hans Jakob Bullinger, Stempelschneider und MünzmeisterTT t t> in Zürich um löüO—1690, ist durch verschiedene, nicht
• • "' ausgezeichnete Medaillen bekannt. Er fügte die Buch-staben H. I. B. bei.
1107. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1680—1670 in Ulmthätig war. Man findet Bildnisse mit den Initialen des Namens,
w " mittelmässigc Arbeiten in 8. Die Vorbilder lieferte meist JonasArnold, welcher aber mit der Ucbertragung nicht zufrieden seyn konnte,da er ein tüchtiger Bildnissmalcr war. Unser HJB stach nach Arnoldauch das Titelblatt zu: Wolfyang llachmayer's dess Allen vnnd NewenCalenders Vereinigung. Ulin KtOt, 4. Ueber der Titelschrift throntKaiser Leopold I. Rechts und links vom Kaiser sind biblische Vor-stellungen , und zu beiden Seiten des Titels in Nischen Julius Cäsarund Kaiser Constantin. Unten bemerkt man die allegorischen Figurender Jahreszeiten.
1108. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. JahrhundertLJ i T3 p> thätig war. Brulliot II. No. 1204 kennt einen Kupfer-
_ * *• •*-*• r • stich mit diesen Buchstaben, welchem nach Einigeneine Sculptur, nach Anderen ein Blatt von Battista Franco zu Grundeliegt. Der fragliche Kupferstich stellt die Geisslung Christi vor. DerHeiland ist an eine Säule gebunden , und rechts fasst ihn der Henkermit der linken Hand am Kopfe, während er in der rechten die Ruthehält. Im Rande stehen lateinische Verse: O Curuae terras animae etc.fol. Wenn der Stich von Battista Franco zu Grunde liegt, dann istdie Composition von Tizian. "Wir haben das Blatt nicht gesehen.
1109. Unbekannter Formschneider, welcher um die Mitte des
116. Jahrhunderts in Italien thätig war. Seiner erwähnt_. Christ S. 217, welcher ihm Holzschnitte zuschreibt, die 1!>S9fi ) zu Venedig erschienen. Neben dem Zeichen soll auch ein\^ \ Blättcheu und ein Krebs, und nicht weit davon das Wort^-^ Rufi eingeschnitten seyn. Wir haben kein Blatt dieser Artgesehen, und finden auch anderswo keines erwähnt. Christ scheintaber Holzschnitte mit diesem Zeichen gesehen zu haben, indem er sichentschieden ausspricht. Er liest HIE, gibt aber das Monogramm sicherzu gross.
1110. Johann Dttntz, Glasmaler von Bern, hinterliess Zeichnungen. 2j\ in der Weise des Daniel Lindmeyer, und auf solchen,
fj~^ meist in historischen Compositionen bestehenden Blättern
irr\ j/' o kommt das erste Monogramm vor. Man muss aber zweiXj-jJ 7b®*/ Künstler desselben Namens unterscheiden. Die Zeich-nungen sind von dem alten Johann Düntz, welcher 10(10 zu Bern dasBürgerrecht erhielt, und zu den guten Glasmalern gezählt wird. Derjüngere Johann Düntz malte Bildnisse und Blumenstücke, und kannauf die historischen Zeichnungen mit dem Monogramme nicht Anspruchmachen, da er erst 1645 geboren wurde. Brulliot I. No. 1U77 sprichtvon Blumenzeichnungen mit dem zweiten Monogramme , welche demälteren J. Düntz nicht angehören dürften, da seine Zeichnungen mitdem ersten Monogramme figürliche Compositionen enthalten. Wirschreiben die Zeichnungen mit Blumen dem Johann David Heim-bach von Ovelgönne zu. Er war der Vater des Christian WolfgangHeimbach, und arbeitete um UiÜO—1610 in Bremen. Man kennt vonihm Genrebilder mit vielen fein ausgeführten Figuren, auch Stillleben,sowie Blumen- und Fruchtstücke.