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318 H F. Nr. 900 — 905.
No. 79 die Gerechtigkeit, andere seit Heller Nemesis betiteln. Esstellt einen Mann auf dem Löwen mit Schwert und Waage vor. Hellerbeschreibt die Copie nicht weiter, in dieser muss aber der auf demLöwen sitzende Mann nach rechts gerichtet seyn.
900. Jean Francois Gerard Fontallard, Maler von Mezieres, trat
Hpi zu Anfang unsers Jahrhunderts in Paris auf. Er malte Bild-nisse in Miniatur, und verschiedene Genrebilder in Aquarell,häufig Carrikaturcn. Auf solchen Malereien kommt das Monogrammvor. Brulliot I. JSo. 1884 nennt einen II. Gerard Fontallard, und legtihm das gegebene Monogramm bei. Dieser Künstler soll auch H. G. F.gezeichnet haben.
901. Unbekannter Maler, welcher um 1524 in Holland thätigttj-i war. In der Sammlung der k. k. Akademie in Wien befindet-M; sich ein Gemälde, welches das Brustbild eines Mannes mitrothem Barret, und hinter ihm den Tod vorstellt. Rechts ist eineAussicht ins Freie, und oben auf der Tafel steht: Aelatis Suae XXX.1524 HF. Aus der Lage des Monogramms nach der Jahrzahl könnteman auch schliessen, dass es sich auf die dargestellte Person beziehe.
902. Stempel der Fayence • Manufactur in Neapel, welche im17. Jahrhundert bestand. Dieses /eichen findet man auf Tel-lern und Schüsseln mit Landschaften und Thiercn, welche
polychrom behandelt sind. Auch die Buchstaben H. F. kommen aufsolchen Gefässen vor.
903. Hans Frank, der muthmassliche Träger dieses Zeichens,-rjr-i wird von Bartsch VII. p. 247, und nach ihm von Brulliot I.n. No. 1880 erwähnt, sie kennen aber beide nur ein Blatt mit derAnbetung der Könige nach Hans Schäuffelein. Dieser Meister ist sicherEine Person mit dem Formschncidor, welcher gewöhnlich Hans Furten-bach genannt wird. Wir haben No. 89b' über ihn gehandelt, und auchdie Blätter mit den Monogrammen unsers Meisters und des H. Schäuf-felein aufgezählt. Sie kommen im Plenarium vor, welches 1514 zuBasel gedruckt wurde.
904. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundert-T...T-1 thätig war. Brulliot App. I. No. 223 kennt ein Blatt mit diesemü.«l'/ Zeichen, welches der italienischen Schule anzugehören scheint.Es stellt Christus am Kreuze vor, und links St. Augustm, welcherknieend ein Herz darreicht. Auf der aus seinem Munde gehendenBandrolle steht: O. bonüas. II. 3 Z. 0 L. Br. 2 Z. 4 L.
905. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1572 thätig war,I_p" A^rjn und vielleicht der holländischen Schule angehört. Auf
j..j-l\ji l dem Blatte mit der Allegorie auf die Zeit ist nämlich einj—pj^P holländischer Vers eingestochen, und auch die friesartigeLandschaft mit der Entenjagd voriäth einen niederländischen Ursprung.Bartsch IX. p. .'»46 beschreibt nur das Blatt mit der Ehebrecherin, ent-hält sich aber der weiteren Angabe über die Schule des Meisters.Dieses Blatt ist mit dem ersten Zeichen versehen, und Brulliot App. I.No. 220 fügt demselben ein zweites bei, nämlich jenes auf dem alle-gorischen Blatte, welches ein Produkt der holländischem Schule seyndürfte. Die beiden unten erwähnten Bildnisse des Churfürsten Joachim lt.von Brandenburg finden wir in einem Cataloge von F. Förster (Leipzig1830) muthmasslich dem Monogrammisten bei Bartsch IX. p. 540 zu-geschrieben, und wenn sie diesem Meister wirklich angehören, dann