294 HD. Nr. 828 — 834.
828. unbekannter Maler, welcher um 1S90 in Deutschland thätigTi T-i war. Seiner erwähnt Heller , wir kennen über kein Bild mit
diesen Initialen. Wenn sie auf Bildnissen vorkommen, sokönnen sie von Hans Donauer in München herrühren. Doch gibt eszwei Künstler dieses Namens, wie wir unter dem Monogramm No. 80!ibemerkt haben.
829. Heinrich Dettmar, Maler in Copenhagen, welcher nach 1677tt r\ starb, zeichnete einige Portraite und Genrebilder mit den
Initialen des Namens.
830. unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher in Pragtt -p, gelebt haben könnte. Nach Brulliot II. No. 1173»- findet man" diese Buchstaben auf Holzschnitten einer böhmischen Ausgabe
der Bibel, welche 1B70 bei Georg Melntitrichius ab Aventinum gedrucktwurde. Die Holzschnitte sind 4 Z. 6 L. hoch, und 6 Z. 6 L. breit.
831. Heinrich Dein, Kupferstecher in Nürnberg um 1780—1800,
copirte Blätter von Dietrich, und zeichnete sie D S. DieH-DFEC gegebenen Buchstaben findet man auf radirten Ansichtenaus und um Nürnberg.
832. Hans Drommel soll der Formschneider heissen, welchero Blätter mit dem gegebenen Zeichen versah. Sie sind ohne
ITdä)D. Kunstwerth, und daher mögen sie diesem unbekannten Künstlerangehören. Die Initialen kommen aber auch ohne den mittleren Bei-satz vor. In diesem Falle kann auch Dans Diebel Theil haben.Er war um 1626 Illuminirer und Universitäts-Formschneider in Wien.
833. Unbekannter Goldschmied, dessen Lebenszeit die beigefügteK:D XVIHI J*hr*ahl andeutet. Man hat von ihm eine Folge von
12 Blättern, welche Ornamente und Figürchen auf Schnor-rt» Iy" kein und Linien sitzend vorstellen. Die Figuren sindzu ihrer Länge sehr mager gehalten, theils schwarz und mit lichterenStellen in den stärkeren Körpertheilen, welche aber mit einem grauenTon überzogen sind, da diese Stellen mit der trockenen Nadel über-schnitten wurden, und der Grat stehen blieb. Hie und da bemerktman Dessins, deren Juweliere sich bedienen konnten. Es sind diessBlumen und Schmucksachen, welche zum Theil durch Edelsteine ge-bildet werden. Auf dem ersten Blatte steht oben in einer Rundung:si: devs | pro : xobis | Qvis cont | RA- nos | gelesch dv mich | gunich dich. Unten auf einem Postamente liest man: eehr. VOR: AcilT |ALS: gemacht. Auf dem Untersatze sitzen links und rechts nackteMänner mit Thierköpfen, und in der Mitte steht ein geflügelter Mannmit einem Wappenschilde. Ueber dem Wappen stehen die BuchstabenH: D XVIHI, und unter diesem die Jahrzahl iülü. Die Blätter sind3 Z. S—6 L. hoch, und 2 Z. 8 L. breit.
Frenzel nennt im Catalog Sternberg II. No. 2013 ebenfalls sechsBlätter mit Goldschmiedsverzicrungen, schwarz auf weissem Grunde,und mit dem Titel: Si Dens pro nobis etc. Er fügt aber auch nochdas Wort Hamborgh bei, welches auf dem Titel der obigen Folge nichtvorkommt, 12.
834. unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte^rgj des 17. Jahrhunderts thätig war. Das gegebene Zeichen findetimm0 man auf einem Blatte mit der Ansicht von Göttingen in Vogel-Perspektive. Rechts vorn steht ein Mann und eiu Weib vor dem Zeichner,und im Cartouche unten liest man: Gotlingen. IL 6 Z. Br. 8 Z. 11 L.