276 HCB. Nr. 775.
darauf. Es wäre aber auch möglich, dass Binck zu Cöln an der Spreegeboren sei, weil er mit dem Herzog Albert von Preusscn in so naheBerührung kam.
Bartsch VIII. p. 2(!0 ff. beschreibt !)7 Kupferstiche von der Handdieses Künstlers, und nur einen Holzschnitt. Wir werden am Schlüsseder Supplemente noch auf andere Holzschnitte aufmerksam machen.J. Binck bediente sich fast immer eines Monogramms, meistens mitden scheinbaren Buchstaben HCl}. Nur auf den wenigsten Blätternsind die Buchstaben nicht durch den Querstrich verbunden, sondernfreistehend ICS. In dieser Form findet man das Zeichen auf demBlatte mit dem Fahndrieb, und den zwei spielenden Soldaten. Häufigkommt das Zeichen auf einem Täfelchen vor, doch nicht selten auchallein. Die Monogramme der zweiten Beihe findet man auf den Blät-tern bei Bartsch No. 1, 2, 3, 4, 10, !i(>, 94 &c. Die mit /. B. bezeich-neten Blätter gehören nicht hiehcr, da sie dem J. Binck mit Unrechtzugeschrieben werden.
Zusätze zum Peiutre-graveur.
1) David mit dem Haupte des Goliath, wie er das Schwert mitder Kechten in die Höhe hält. Oben rechts das Zeichen. J530. Höhe2 L. 6 L. Breite 1 Z. 0 L.
Dieses seltene Blatt beschreibt Zani, und dann auch R. Wcigel,K.-K. No. 21,248. •
2) Maria von einem Engel gekrönt. Sie sitzt mit fliegenden Haarenund mit dem Kinde auf dem Schosse auf einer gepolsterten Bank. DerKopf ist von Strahlen umgeben, und über ihr rechts schwebt einEngel mit der Perlenkrone. Unten auf derselben Seite liegt das Täfel-chen mit dem Zeichen, 1520, und im Grunde breitat sich eine Stadtaus. Gegenseitige Copie nach Albr. Dürer, B. No. 37. H. 3 Z. 7 L.Br. 2 Z. 8 L. Dieses Blatt ist sehr selten.
3) Maria mit dem Kinde, und dem Affen, gegenseitige Copie nachA. Dürer, B. No. 42. Sie sitzt mit dem Schleier über ihre lang herab-hängenden Haare auf der Rasenbank, und umfasst mit dem linkenArme das auf dein ScbooiM stehende Kind. Links vorn ist die Meer-katze, in der Mitte ein Kaninchen, und im Hintergründe eine Burgmit vielen Gebäuden. Rechts oben in der Ecke ist das Zeichen.II. 5 Z. Br. 3 Z. 7 L.
Dieses sehr schiine Blatt kommt selten vor.
4) Die hl. Jungfrau mit dem gewickelten Kinde, gegenseitige Copienach A. Dürer, B. No. 38. Sie sitzt auf einem mit dem Kissen be-deckten Steine, und betrachtet das Kind in den Armen. Rechts untenist ein Täfelchen mit dem Zeichen. II. 3 Z. 0 L. Br. 2 Z. 7 L.
!i) Maria mit dem Jesuskinde und St. Anna, von ihren Verwandtenumgehen. Zu den Seiten sind die Heiligen Johannes der Täufer undJohannes Evangelist , und in sechs Rundungen Darstellungen ausdem Leben Jesu und der hl. Jungfrau. In der architektonischen Ver-zierung in Mitte des Blattes bemerkt man das Monogramm. II. GZ. Br.4Z.
Dieses Blatt gehört in die frühere Zeit des Künstlers, und ist inder Manier des kölnischen Meisters S. behandelt. Es scheint Copienach demselben zu seyn, da ein ähnliches Blatt von diesem Meister S.vorkommt. Der Stich von J. Binck ist äusserst selten.
0) Die thronende hl. Maria, wie sie dem Kinde die Brust reicht.Sie erscheint in Wolken von Cherubim umgeben, B. No. 20. Es gibteine Copie mit der Adresse: Jan Tiel exe.