Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
274
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274 HC- II G B. Nr. 771 — 774.

ringer af //. Carmienke heraus. Die in Deutschland seltenen Blätterdieses Meisters können wir nicht genau beschreiben. Jenes mit denersten Buchstaben ist in kleinem Formate, und stellt ein Mädchen amZiehbrunnen vor einem gothischon Portale vor. Das Blatt mit denzweiten Buchstaben gibt die Ansicht des Mühlthales bei Amalfi.Ausserdem nennen wir noch:

1. Zwei norwegische Gegenden, kl. qu. fol.

2. Die Küstengogend mit Sturm.

3. Die Hirsche am Wasser.

4. Die Schafe unter der Buche.K. Ein leeres Boot im Sturme.(i. Die Entenjäger, kl. fol.

7. Die Wäscherinnen am Flusse.

8. Der Bergstrom.

9. Die Dorfkirche.

10. Eine Folge von zehn kleineren Landschaften.

772. Hardouin Coussin, Kunstliebhaber, geb. zu Aix 1709, radirteuC n und stach mehrere Blätter nach Rembrandt, Puget, R. Lau C i' * a 8 e l1, A- Auf einigen steht der Käme , auf anderen be-[D ' merkt man obige Buchstaben. Dieser Künstler ist nicht zuverwechseln mit dem H. Coussin von Aix, von welchem man sehrschöne Schwarzkunstblätter findet. Letzterer arbeitete um 1690 inFrankreich und England.

773. Der unbekannte Radlrer, welcher sich des ersten Zeichensßvi KVI bediente, ist schon unter FCA II. No. 1993 eingeführt, daICLPfl man in //diese Buchstaben vermuthen kann. Das radirte Blattmit demselben ist Copie nach Agostino Carracci, B. No. 114. Es stellteinen alten Mann vor, welcher einem Mädchen Geld anbietet, währendAmor auf dem Bette stehend den Bogen zerbricht. Dieselbe Vorstell-ung haben wir auch unter CL IL No. 34S boschrieben, da ein Rebuszu Grunde liegt, dessen Lösung in den Worten liegt: Ogni cosatsince V ovo. Das erste der obigen Zeichen ist rechts unten, und linksstellt: August. Car. in., 12. Im ersten Drucke hat das Mädchen einegrössere Blosse. Später wurde eine Gewandung angebracht, und dasGanze mit dem Stichel übergangen.

Das zweite Zeichen gibt Heller und legt es ohne weitere Bestim-mung einem Kupferätzer bei. Wir kennen kein Blatt mit diesemMonogramme.

774. Hans Brösamer von Erfurt ist oben unter dem Monogramme

"LVD T^D HB ^°" "''* •iP8$f u tofti und es ist bemerkt, dass das'jL^D/ r^U im // ein verkehrtes C scheinende Zeichen nichts an-deres sei, als die unvollkommene Raute, welche auf etlichen Blätterndieses Meisters im Monogramme sich zeigt. Das zweite Zeichen findetman auf dem Bildnisse des Landgrafen Philipp von Hessen, das ersteauf jenem des Eobantis Hessus. Das Werk, in welchem diese Holz-schnitte vorkommen, haben wir im Artikel des Brösamer angezeigt.Wir geben hier nur das Monogramm des Rückweises wegen, weil esnahe liegt, HCB zu lesen, und allenfalls an Jakob Bink zu denken,welcher den folgenden Artikel behauptet. In früheren Catalogen wirdÖas mittlere Zeichen gewöhnlich für C genommen, und wenn daher einBuch mit Holzschnitten unsers Meisters angezeigt ist, so heisst es, sieseien von dem unbekannten Monogrammisten // J B, wie diess im Der-schau'schen Cataloge No. 848 der Fall ist. Da wird Dr. M. Luther'sAuslegung der Epistel und Evangelien. Magdeburg bei Michael Lother,