Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
261
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II B. Nr. 731 — 734. 261

Kupferstecher dieses Namens. Auf seinen Blättern steht tlieils derName, theils die Abbreviatur lo. IL, Joh. IL, jb. Uni/, und.Ion. Ilogen.Der Künstler zeichnete aber auch IL f. IL und /. //. I<\

Das erste der gegebenen Zeichen steht auf dem Bildnisse desJonas Antonius Sarazcnus Lugi. An. Diu'. h~>!), r >, Oval mit lateinischenVersen, 8. Dieses Blatt ist aber auch noch mit dem Namen bezeichnet:Joh. Hoogenberg Srnl. Col. Dasselbe Zeichen und auch das zweitefindet man auf Blättern mit vierfüssigon Thieren, Vögeln &c. Siebilden eine Folge von 12 Stichen, auf welchen auch / II, Joh. H f.und lo. H. Fe. steht. H. 3 Z. 4 L. ßr. 4 Z. !) L.

731. Hans Holbein kommt durch den Kupfersieeber Wenzel Dollartibj zu diesen Zeichen. Man findet sie auf mehreren Blattern^j, . dieses Künstlers, in welchen er liolbein's Todtcntnnz copirte.>ri)t Doch sind nur 10 Blätter nach dessen Holzschnitten gestochen,zu den übrigen Blättern lag eine alte Holzschnittcopie zu Grunde.Elollar's Copie des Todtcntanzes (La danse de la morQ besteht in80 Blättern ohne Nummern, auf welchen oben links das Monogramm,und in der Mitte oder rechts das Zeichen oder die Initialen dos W.Hollar stehen. Die ersten Abdrücke sind ohne Einfassungen, welchenach A. Dicpenbeck's Zeichnung beigestochen wurden. Auf den spä-teren Abdrücken mit den Rahmen steht unten zwischen den Namendes W. Dollar und A. Dicpenbeek die Adresse von N. l'itau, jedochnicht auf allen Blättern. Höhe der Todteubilder ohne Einfassung2 Z. 11 L. Breite 2 Z. 1 L. Höhe mit dem liahmen 4 Z. 3—5 L.Breite 3 Z. !i (i L.

Parthey beschreibt sie in seinem Werke über W. Ilollar No. 233bis 202. Massmann (Literatur der Todtentänzc S. 55 — 58) gibt dieverschiedenen Ausgaben des Werkes an.

732. Heinrich van Baien, Historienmaler, geboren zu Antwerpen

T t-\ 1;!(»(), war Schüler des Adam van Oort, und begab sich dannI t"^ nach Italien, wo er mehrere Jahre verblieb. Desswcgen trat-*■ " J er erst 1595 der St. Lucasgilde in Antwerpen als Meister

/oZ# bei, und von 1609 — 1810 bekleidete er in derselben dieStelle eines Dekan. Seine Werke sind zahlreich, besonders in denGallerien zu München und Dresden. Das Beiwerk malte zuweilen JanBreughel. Dieser Meister starb 1632, und hatte einen gleichnamigenSohn, welcher in ähnlicher Weise malte. Man muss daher die Bilderdieser beiden Künstler zu unterscheiden wissen. Der jüngere IL vanBaien trat 1632 auf, und starb 1661.

733. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftedes 16 Jahrhunderts in Sachsen thätig war. Das Blatt mit dem

gegebenen Zeichen enthält die Büste des Churfürston Augustvon Sachsen in ovaler Einfassung. In den vier Ecken sind Wappeneingestochen, und rechts und links allegorische Figuren beigefügt. DieUmschrift lautet: avuvstvs dki GRATIA nvx saxoniak BT RLBOTOB.Unten ist das Zeichen des Künstlers , und etwas tiefer die Jahrzahll!i02. IL 5 Z. l'AL.. Br. 3 Z. 7% L. Dieses Blatt ist sehr fein gestochen

734. Henry Breviere,'Kupferstecher und Formschneider in Paris,ii iiiivy ist im ersten Bande No. 2106 eingefühlt, und wir be-

. fiu^r. jjj^jjjj, UT1S auf jenen Artikel. Wir haben viele.literarischeWerke bezeichnet, in welchen Holzschnitte von diesem Künstler vor-kommen, und auf solchen fügte er auch die Abbreviatur des Namens bei.