Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
198
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198 HAL-HAM. Nr. 688-632.

628 Hugo Allard, Zeichner, Kupferstecher und Kunsthändler,ä war um 1635 — 1670 in Leyden thätig. Er hinterliess

i T - ' eine ziemliche Anzahl von Blättern, welche aber grossen

ik T A Theils als Verlagsartikel zu betrachten sind. Allard be-JT »-" J - J-v-/. sass auc jj a ] tc pi a tten, welche er mit seiner Adressewieder abdrucken Hess. R. van Eynden will ihm eine Folge von Blät-tern mit Pferden nach P. Potter zuschreiben. Diess sind wahrschein-lich Copien nach Potter's Originalradirungen, B. No. 9 —13, welcheaber bei Carel Allard erschienen. Das Verlagsmonogramm mit demKreuze findet man aber auf Blättern von Peter Nolpc, welche An-sichten in Holland und die Blockhäuser bei Amsterdam vorstellen.Füssly nennt eine Folge von Jagdstücken mit der Bezeichnung //. A.inv. Dann stach H. Allard auch mehrere Bildnisso, wie jene vonDavid Gloxin Adrian Paw van Hecmsted, Carl Gustav von Schweden,Carl IX. von Schweden, Carl Gustav Wrangel, der Königin Christinavon Schweden &c. Zu den Seltenheiten gehören seine Vorstellungenaus der Zeitgeschichte. Darunter ist eine Carricatnr auf Philipp IV.von Spanien. Der König hat eine Medaille von 1664 zum Kopfe, undsitzt auf einer Kugel, an welcher Männer und Weiber sich streiten.Den rechten Arm legt er auf einen ungeheueren Geldsack, und un-zählige Figuren und Inschriften füllen den übrigen Raum, fol. Anderegrosse Blätter dieser Art haben den Titel: Aemilia, Hollands Admiraal-schip, nach "W. van de Velde; Floraes Gecks-kap, of beeldinge vanwonderlycke jaer tan lf/37. Diese Vorstellung wurde auch späterunter einem anderen Titel benutzt: Hei groote tafereel der dteaa-scheid. — Gedruckt toi waerschouteinge voor de nakomelingen, inf noodlotlig ]'aar, voor veel zolle en wyze H20. Ein anderesgrosses Blatt ist betitelt: Bellona, zegenpt-aalende voor de Bandge-noolen, ofte deszelfs vaslen-avonds-triomf etc., im späteren Druckevon 1707 bei Carel Allard.

629. Johann Halbeeck soll nach Heller Kupferstiche mit der1^ u . Abbreviatur des Namens bezeichnet haben. Wir kennen

\|/. rlcLl./. nur Blätter mit den Buchstaben /. h. , und kommendarunter auf den um 1606—1620 lebenden Künstler zurück.

630. Gh. J. W. C J. Haller von Hallerstein, Maler und Radirer,HaU.fr v H * st ' m zw0 '' en Bande -unter einem aus C H v bestehen-

den Monogramme No. 201 eingeführt, und wir beziehenuns zunächst auf jenen Artikel. Dieser Künstler radirte viele Blätter,und darunter ist jenes mit der Ansicht des fünfeckigen Thurmes desSchlosses in Nürnberg: Haller v. H. ad Nat. del. et fecit i794, be-zeichnet, kl. qu. 4.

631. Albert Haiweg oder Haelweg, Haelwech, königl. dänischer^. * Hofkupferstecher, hinterliess eine bedeutende Anzahl

Lf f von radirten und gestochenen Blättern, welche um 1640

// IUjIW.JC. bj s jß72 erschienen. Sie sind in der Geschichte derk. Kupferstichsammlung in Copenhagen von C. F. von Rumohr undJ. M. Thiele S. 60 ff. beschrieben. Die meisten sind mit dem Namenbezeichnet, auf wenigen kommt H. und Alb. H. vor. Noch seltenerfindet man die Abbreviatur des Geschlechtsnamens.

632. Harman Muller (Hermann Müller), Zeichner und Kupfer-stecher, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahr-

f. hunderts in Amsterdam thätig, und hatte auch einer F, flL> Kunsthandlung. Seine Blätter sind zahlreich, kom-men aber in schönen alten Drucken nicht häufig vor. Er stach nach