Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
189
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H A P - H B. Nr. 603 — 606. 189

Verlagsartikel des H. Allard zu seyn. Unter dem Monogramme HALwerden wir ausführlicher über diesen Künstler und Verleger handeln.

603. Unbekannter Maler, welcher um die Mitte des 18. Jahrhun-H A Pinv derts in Paris g clc,3t zu haben scheint. In der Europen.a.ruM. iUustre Paris f7-55) ist dag undniss des Kapuziners

Ange de Joyeusc //. A. Pinx. — A F. sc. bezeichnet.

604. Der unbekannte Eupferstecher, welcher dio Apostel vonltcj} A. Dürer copirt hat, ist nach dem Vorgänge des A. v. Bartsch^ *" D unter dem Initial A I. No. 2S eingeführt, und wir verweisenauf jenen Artikel.

605. Heinrich Hondius der Jüngere, Zeichner und Kupferstecher,gab durch sein Monogramm ein Räthsel auf,welches Christ und seine Nachfolger nicht lösenkonnten. Das zweite der gegebenen Zeichen findet

/ r _•_—- man nach Christ S. 371 auf in Kupfer gestochenenBildnissen, welche 1640 bei Verhcyden im Haag erschienen. Brulliot I.No. 127 bezieht sich ebenfalls auf Christ, und bemerkt noch weiter,dass Heller im Monogrammen-Lcxicon S. 164 ein ähnliches Monogrammauf holländischen Kupferstichen um 1600 dem Heinrich Hondius bei-legen wolle. Blätter konnte weder der eine, noch der andere nam-haft machen.

Für die Genauigkeit des von Christ beigefügten Zeichens könnenwir nicht einstehen , wahrscheinlich aber wollte er das erste geben,welches auf dem Blatte, von dem wir Kunde haben, keine ausgefülltenLinien hat. Heller gibt es aber in derselben Form, nur kleiner. DasBlatt mit unserm ersten Monogramme enthält das Bildniss des PaulusFagius, dessen Name im Unterrando steht, zugleich mit vier lateinischen

Versen: Contentum ..... comes. Das Monogramm ist auf zwei Seiten

von Strichen eingefasst, welche die Umrisse eines Zettels andeuten,auf dem das Zeichen geschrieben steht. Die horizontalen Linien desGrundes laufen darüber hin. H. 5 Z. und 1 Z. 3 L. Rand, Hr. 4 Z. 6 L.

Das Bildniss des P. Fagius ist wirklich von Heinrich Hondius,aber von dem jüngeren Künstler dieses Namens, welcher auch //. H.Anglo Britanus zeichnete, woraus sich obiges Monogramm erklärt.Auf Blättern, welche nach Heller um 1600 gestochen wurden, wäreder ältere Heinrich Hondius gemeint, welcher sich aber nicht AngloBrilanus nennen konnte, obgleich er in London einige Zeit zugebrachthatte. Der jüngere H. Hondius, wahrscheinlich der Sohn desselben,erblickte aber in England das Licht der Welt. Er arbeitete um 1618bis 1650. Ein nach 1610 erschienenes Blatt kann dem H. Hondius sen.nicht zugeschrieben werden, da dieser Meister 1610 starb.

606. Hans Bocksberger oder Bocksperger von Salzburg, Maler

und Zeichner, beschäftigte uns schon unter dem Mono-

L4i TV" ß ramme B ! oder B v L No - 2ü9l5 > da ihm aucl1 das dritte'D/B,'ß der gegebenen Zeichen zugeschrieben wird. Es kommt

mit den anderen im Livius vor, aus der abweichendenForm kann man aber schliesson, dass nicht der eine und derselbeKünstler dadurch seinen Namen angedeutet habe. Wir glauben daher,das Zeichen B I. dem Bernhard Jobin zuschreiben zu dürfen, obgleichBartsch IX. S. 424 nur Einen ihm unbekannten Künstler annimmt.Wenn aber je ein Monogramm dem Hans Bocksperger angehört, soraüsstc man ihm das obige zuschreiben, wir können aber keinen hin-reichenden Beweis dafür liefern. Man findet es mit dem Zeichen Blin folgendem Werke: Neuwe Livische Figuren, darinnen die ganlte