Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
188
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188 HA. Nr. 600 — 602.

in Typendruck vor. Er trat gegen 1553 auf, und starb 1567. SeineBlätter sind selten, wenn auch nicht von besonderem Kunstwerthe.

1) Christus nm Kreuze mit Maria und Johannes in einer Einfass-ung, nriginalscitige Copie nach A. Dürcr's Blatt von 1316, aber ohneJahrzahl. Oben steht: Cum sceleratis repulalus est etc., unten: Erist den Uebelthätern gleichgerechnet etc. Im Rande: Gedruckt zuNürnberg durch Hans Adam. II. 10 Z. 2 L. Br. 8 Z. 4 L.

2) Ein alter Mann mit einem jungen Mädchen, welches nach demGcldsack greift. Unten ist ein deutsches Gedicht aufgedruckt, und dieAdresse des Foraischnciders. Hohe ohne Gedicht 9 Z. 3 L., mit dem-selben 13 Z. Br. 9 Z. 0 L.

3) Eine alte Frau mit einem Jüngling, welcher in den Geldsackgreift. Mit einem Gedichte, und in der Grösse des obigen Blattes.

4) Conterfactur vnd kurtzer Bericht Jüngster Schlacht beySilbershausen (Sievertshausen?) am 9 Juli 1552. Gedruckt zu Nürn-berg Durch Hanns Adam. Das Zeichen mit dem nackten Adam istzwischen der fünften und sechsten Columne des mit Typen gedrucktenTextes. Ueber dieses in droi Bogen bestehende Formschnittwerk gibtMeusel in seinen neuen Miscellen XII. S. 484 zuerst Nachricht.

5) Warhaffte Zeitungen — am Himmel — zw Nürnberg gesehen1556, fol.

600. Hans Mynsheere, auch Jan Min Heere und Jan D' Heeregenannt, war Architekt, Bildhauer und Maler,und in jedem Fache ein trefflicher Meister. Erhatte den Titel eines Architekten der Abtei vonSt. Bavo und St. Jan in Gent, wie wir aus demMessager des sciences historiques —. Gand

1033 p. 15 wissen. Van Mander zählt ihn zu den vorzüglichstenBildhauern seiner Zeit, man kennt aber nur wenig Werke von seinerHand. Auch Vasari hatte Kunde von diesem Meister, und nennt ihnJean Minescheren von Gent. Unter diesem Namen figurirt erauch in der Florentiner Ausgabe des Vasari von 1842 ff. Dannwird J. Min Heere auch als Portraitmaler gerühmt. Er soll Notabili-täten seiner Zeit nach dem Leben gemalt haben, und darunter 1560auch den Kaiser Carl V. H. Cock gab 1563 das Bildniss dieses Kaisersim Stiche heraus. In der letzteren Zeit seines Lebens wurde er nachSpanien berufen, um für die Hofkircho zu Toledo die Statuen derzwölf Apostel zu fertigen. Diese Arbeit scheint der Künstler nichtmehr vollbracht zu haben, denn er soll 1569 in Spanien gestorben seyn.Das Zeichen des Künstlers theilt Brulliot II. No. 284!» nach Pas-savant mit. Letzterer entnahm es einem Ornamente der Cathedrale vonGent. J. Min Heere zeichnete auch die eigenhändigen Quittungen aufsolche Weise. Ein Gemälde mit dieser Signatur ist nicht bekannt.

601. Heinrich Adam, Landschaftsmaler in München, findet untertj A -P dem Monogramme HA No. 596 eine Stelle, und daher be-H-n- ■ I • schränken wir uns hier nur auf die H. A. bezeichnetenradirten Blätter. Sie kommen in folgendem Buche vor: Abendstundender Familie Rosenthal. Ein Gesckenk für die Jugend — von einigenJugendfreunden. München und Nürnberg, s. a. 8. Diese drei Blätterstellen die Freuden des Sommers, Herbstes und Winters vor, gr. 12.Adam radirte auch noch andere Blätter.

602. Hugo Allard soll eine Folge von acht Blättern mit JagdenU A . HA inv. bezeichnet haben. Wir kennen diese Blätter

mv - nicht, und wenn sie je vorkommen, so scheinen sie nur