Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
171
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H. Nr. 546 —SSO. 171

Ilabenschaden radirte auch mehrere Blätter, von welchen jenemit den obigen Zeichen dessen früher Zeit angehören. Die Mono-gramme auf denselben sind aber nicht sehr deutlich, und kleiner, wiegegeben.

1) Ein Hund- und ein Katzenkopf neben einander, und unter bei-den noch ein Hundskopf, zart radirt. Unten gegen rechts das ersteZeichen. Höhe der Platte 3 Z. 8 L. Breite 4 Z. 9 L.

2) Eine im Profil nach links gekehrte Ziege bei einer grossblätter-igen Pflanze, und rechts eine Kuh in ähnlicher Richtung dem Mittel-gründe zuschreitend. Unter dem rechten Hintcrfusse der Kuh ist daszweite Zeichen an einer beschatteten Stelle. Höhe der Platte 3 Z. 8 L.Breite 4 Z. 8 L.

3) Eine grasende, nach links gekehrte Kuh, und ein mehr vonvorn gesehener Stier. Rechts unten in diesem sehr zart behandeltenBlatte ist das dritte Zeichen. Höhe der Platte 2 Z. 2 L. Breite2 Z. 6 L.

546. Johann Lorenz Haf, Formschneider, geboren zu Schwäbisch-APp Halle 1737, war in Leipzig tbätig, ging aber später nach Berlin,

zJgp und starb daselbst 1802. Man findet Vignetten von seiner Hand,gewöhnlich groteskes Muschel- und Schnörkclwerk. Auf einer solchenin Bauer's Disserlalio de emendando jure Criminali. Lipsiae 1709, 4,steht der Cursivbuchstabc H. f. Der Künstler zeichnete auch H in Antiqua.

547. Jldephons Currlger, Zeichner, Wachsbossirer und Radirer,rt/ 1 ist ™ zweiten Bande No. 218 eingeführt, und mit Bezugnahme(</Xb auf jenen Artikel bemerken wir hier daher nur, dass das ge-gebene Zeichen auf kleinen radirten Blättern vorkomme. Man wird eseher für H als für JC nehmen.

548. Johann Hartmann, Landschaftsmaler und Radirer, geb. zuipsy S~ ji7V/ Mannheim 1788, war Schüler von Ferdinand Kobell,

c - rv -'j' '''• und liess sich später zu Biel in der Schweiz nieder,^"///7/ wo er um ^24 starb. Hartmann machte sich durch#' *7^'- geine Gouachcgcmäldc Ruf, und hinterliess auch einebedeutende Anzahl von geistreich radirten Blättern mit Landschaften,Figuren und Thicren. Darunter ist eine nummerirte Folge von zwanzigBlättern in 12. Der Künstler radirte auch noch verschiedene andereLandschaften, und darunter sind einige II gezeichnet, oder vielleichtdrückte der Meistor auch J aus. Eine Folge von grösseren Blätternmit Ansichten aus dem Gebiete von Basel hat F. Lorieux mit demStichel vollendet.

549. Unbekannter Zeichner, welcher in der zweiten Hälfte desWy7 . 18. Jahrhunderts in Florenz lebte. Das gegebene ZeichencM~> cl&o, findet man auf Blättern mit Bildnissen in dem Werke:Serie degli uomini illuslri etc., 4. Sic sind von G. B. Cccchi ge-stochen , und vielleicht auch von ihm gezeichnet, so dass das Mono-gramm aus den Buchstaben JC besteht.

550. Carl Ernst Christoph Hess, Kupferstecher, geb. zu Darm-nj- f .j. Stadt I7S5, gest. zu München 1828, ist durch eine he-

CH>J-tciX/- deutende Anzahl trefflicher Blätter bekannt, doch nurein einziges ist H gezeichnet. Es stellt die Grablegung Christi nachRembrandt vor, und gehört zu einer Folge von sieben radirten Blätternnach jenem Meister,, fol.