Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
150
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ISO GWI-GY. Nr. 486 — 492.

2) Die St. Moritz Capell, gegen St. Sebalds Kirch über, gestifftvon Eberhard Mendel A°- 1313. Das Zeichen ist rechts unten in derEcke. H. 4 Z. 9 L. Br. 0 Z. 9 L.

Die genannten Gebäude sind ohne ihre Umgebung dargestellt, derBoden ist nur wenig angedeutet, ein grosser Theil der Arbeit mit Be-nützung des Lineals bewerkstelliget, und die Einfassungslinien fehlen.Mit G. Wechtcr's Radirungen haben diese Blätter nichts gemein.

485. Unbekannter Maler und Radirer, welcher um 1509 in Deutsch-s^wn land thätig war. Bartsch IX. p. 500 beschreibt ein Blatt mitr3AD d era gegebenen Zeichen, welches einen jungen Edelmann mitder Laute vorstellt. Er steht auf landschaftlichem Grunde etwas nachrechts gewandt, und zu seinen Füssen liegt die Harfe. Rechts in halberHöhe bemerkt man das Zeichen unter der Jahrzahl 1500. H. 4 Z. 9 L.Br. 3 Z. 4 L. Bartsch findet dieses Blatt in Zeichnung und Radirungmittelmässig. Es verräth aber die Hand eines Malers, welcher inFührung der Nadel nicht geübt war.

486. Unbekannter Maler, welcher um 1050 in Deutschland lebte.GVCki • Man findet ein radirtes Blatt, welches eine Satyrfamilie vor-,/ecit stellt, mit der Schrift: S. de IIa Bella inv., qu. 12. Auch diegegebenen Buchstaben kommen darauf vor, es ist uns aber nicht klar,ob der Radirer Win lieissc, oder ob der Name abgekürzt sei. DasBlatt ist selten. Wir wissen nur von dem Exemplare in der Sammlungdes Herrn E. Harzen zu Hamburg.

487. Georg Wilhelm Kittel, Stempelschneider in Breslau, ist

r w K durch Münzgepräge mit den Initialen des Namens bekannt.Kj. w. rt. Er gtarl) lm

488. Gottfried Wilhelm Metelles, Stempelschneider in Königsbergr W IM von '^' -1724, zeichnete G. W. M. , wahrscheinlich aufu. vv. n, Münzstempeln.

489. Gottfried Wilhelm Reder, Maler von Nürnberg, war umr 1 TVVÖ ">70 thätig. Er malte Bildnisse, und hinterliess auch\/ ^-\i Zeichnungen in Rothstein. Auf solchen kommt das Mono-gramm vor.

490. Georg Wilhelm Vestner, Medailleur, geboren zu SchweinfurtG W V \ ""'7, gestorben zu Nürnberg 1745, hinterliess eineC W v' F I z ' cm '' ( ' ufi Anzahl von Denkmünzen, deren mit den Ini-tr. W. V.fl.J fj a ] cn ,] cg Namens wersehen sind, wie die Krönungs-Medaille der Königin Ulrica Elconora von Schweden 1719, die Me-daille mit den Brustbildern des Königs Friedrich I. und seiner Ge-mahlin Eleonora 1720, jene mit dem Bildnisse des Grafen Joseph vonBachoff 1736, auf die Succession des Prinzen Adolph Friedrich II. vonSchweden 1743, auf die Wahl des Grossfürsten Peter Feodorowitschzum russischen Thronfolger 1742 &c. Vestner schnitt auch Münz-stempel. Er war abwechselnd in Trier, Würzburg, München undNürnberg thätig.

491. Franz Xaver Glinck, Historienmaler, geboren zu Burgau inBayern 1795, machte seine Studien nn der k. Akademie inMünchen unter P. v. Langer, entsagte aber später in Italienden Grundsätzen dieser Schule gänzlich, und hielt sich na-mentlich an die Werke der vorrafaelischen Meister. Auch

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