Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
147
Einzelbild herunterladen
 

G W. Nr. 472 - 470. 147

9) Die Ansicht des Raths- oder Ratzberges bei Erlangen. Rechtsin der oberen Hälfte sieht man ein herrschaftliches Gebäude. EinPfahlzaun zieht sich der Breite nach hin, und ausserhalb der Umfass-ungsmauer führt eine Treppe zum Röhrbrunnen hinab. Irn Schlosshofekommen Gäste zu Wagen und zu Pford an, und werden vom Guts-herrn empfangen. Rechts unten im Gehölz zielt der Jäger nach demHirschen, und links im Boden steht: G. wecht. 10. 21. Dieses mittel-mässige Blatt ist im ersten Drucke nur mit Wechtcr's Namen versehen.Im zweiten steht über diesem: Hanns Bin Innen.

471. Unbekannter Maler, welcher nach Heller um l(!0ü in Eng-Q \y land gelebt haben dürfte. Diese Angabe ist zu unbestimmt,* als dass man eine weitere Folge daran knüpfen könnte. Wirfanden kein Gemälde der damaligen englischen Schule erwähnt. InInnsbruck lebte aber um 1030—1040 ein Gabriel Wcycrlcchucr, welcherBildnisse malte. Er war Hofmaler, und könnte G. W. gezeichnet haben.

472. Gabriel Weyer, Maler und Radirer, geb. zu Nürnberg umf w \Y7' lä#0, gehört zu den fruchtbarsten Künstlern seiner Zeit.Lj W,GW Er malte historische und allegorische Vorstellungen, undhintcrliess eine grosse Anzahl von Zeichnungen, welche mit der Federumrissen und ausgetuscht sind. Mehrere wurden gestochen, daruntereine Darstellung der Bathscba im Bade von J. Barra, fol. Auf diesemBlatte kommen die grossen Initialen vor. Die kleinen Buchstabenfinden wir auf einem Titelblatte zu Hagelyan's Namen Register derrömischen Kayser. Nürnberg Mi40, 12. Die Einfassung besteht ausSäulen mit Wappenschilden. Bei Brulliot u. A. werden diesem GabrielWeyer Blätter des Georg Wechter zugeschrieben. Dann will man ihmauch eine radirte Landschaft mit den Cursivcn G W zuschreiben. DiesesBlatt ist von Gottfried Wals. G. Weyer starb zu Coburg um 1040.

473. George White, Maler und Kupforstccher, geb. zu LondonC \lr C l''^*> machte sich durch Bildnisse in Oel und Miniatur be-(j w Je/, jjmmtj uu j brachte namentlich das Verfahren in Mezzotintozu grosser Vollkommenheit. Seine in Schabmanier behandelten Bild-nisse stehen den vorzüglichsten Erzeugnissen dieser Art zur Seite, ge-hören aber grösstenteils zu den Seltenheiten. Die Umrisse sind meistradirt, die weitere Ausarbeitung nahm er aber mit dem Schaber vor.Zuweilen haben seine Blätter das Ansehen, als wären sie mit demPinsel getuscht, wie das grosse Blatt mit dem Violinspicler am Fensternach F. Hals 1732. Unübertroffen ist auch sein Bildniss des MalersW. Dobson, fol. White stach aber auch Bildnisse in Kupfer. Aufsolchen kommen die Initialen öfter vor, als auf Schabblättern. DerKünstler starb nach 1730.

474. Gomar Wouters, Historienmaler und Radirer, war um 1680(~2 vy bis 16110 in Rom thätig, und erhielt da in der Schilderbent' den Beinamen Riddcr. Desswcgcu nennt er sich auch aufradirten Blättern G. Wouters Caimlier. Man findet deren in folgendemWerke: V arte di reslituire In tralasciala Nauiqalione del suoTeuere. Dali' Inyeniero Cornelia Meyer. In Roma MDCLXXXIH, fol.Auf Blättern dieses Werkes kommen die Initialen des Namons vor.Ausserdem radirte aber Wouters auch noch grosse Blätter mit römi-schen Ansichten, deren im Künstler-Lcxicon verzeichnet sind.

475. Gottlieb Wolfgang, Kupferstecher in Augsburg, war zu An-r w r fang des 18. Jahrhunderts thätig. Er arbeitete meistens für' ' '•'*" Buchhändler. Das Titelblatt zu 0, Loncin's Christlichen

10*