Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
144
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144 G W. Nr. 462 - 46S.

461. Der unbekannte Zeichner und Formschneider, von welchemfW/'AY/ ^' e Holzschnitte in Paul Hcktor Mair's Geschlechtcr-V-^Vr/VVv buch von Augsburg herrühren, ist von unsern Vorgän-CtyfCiu 8 crn unter C W eingeführt, der erste Buchstabe scheint^■Xj / ^"^ aber G zu seyn. Es haben auch einige einen MeisterG W vermuthet, wir führten denselben aber doch unter CW ein, sodass hier ein Rückweis zugegeben ist. Das Geschlechterbuch ist imzweiten Bande No. 818 beschrieben, hier bemerken wir aber nach-träglich, dass das Monogramm auf Georg Wollhöfcr sich beziehendürfte. Dieser Meistor war der Zeitgenosse des P. II. Mair, und imheraldischen Fache sehr erfahren. In der Sammlung des BuchhändlersDr. F. Campe zu Nürnberg war von ihm das sehr schön auf Pergamentgemalte Wappen von Augsburg. Es ist reich mit Arabesken verziertund mit Gold gehöht. Einen solchen Mann konnte Mair zur bildlichenAusschmückung seines Werkes benützt haben. Man weiss nicht, ober selbst Künstler gewesen sei, und es lag ihm diese Uebung alsstädtischen Beamten wohl auch ferne.

462. Der unbekannte Radirer mit diesem Zeichen wird von Bartsch(—, IX. p. 164 mit dem vorhergehenden Meister identificirt, wir^•J^ möchten es aber sehr bezweifeln, ob die Radirungen von derHand desjenigen herrühren, der die Holzschnitte zu Paul Hektor Mair'sGeschlechterbuch gefortiget bat. Das gegebene Monogramm zerlegt mangewöhnlich in C W, wie das vorhergehende Zeichen, es ist aber sicherG W zu lesen, indem auf einem Blatte diese Buchstaben vorkommen.Dieser unbekannte Meister radirtc vier Blätter mit Fechtern, welcheim Artikel des vorhergehenden Künstlers, aber im zweiten BandeNo. 818 beschrieben sind. Wir haben unsern Vorgängern zu grosseRechnung getragen, und namentlich auch auf die Kunstfreunde Rück-sicht genommen, da sie einmal gewöhnt sind, dem Formschneider desGeschlechterbuchcs auch die Radirungen mit den Fechtern zuzuschreiben.Im Ganzen sind vier Blätter vorhanden , und darunter trägt eines dieJahrzahl i$4i. Das Monogramm kommt nur auf Dreien vor. Einesist G. W. gezeichnet. H. \ Z. 4 — 7 L. Br. 6 Z. 6-7 L.

463. Georg Weickmann, Maler in München, war um 1Ü60-1S80yO_ /^~\ thätig. Er malte gewöhnlich in Miniatur, meistens für^&jC^ den herzoglichen Hof, an welchem er als Illuminist be-soldet war. Albert V. Hess Manuscripte durch ihn verzieren, und Mi-niaturen für Gebetbücher ausführen. Im Jahre IS80 malte er für dieherzogliche Kunstkammer das bayerische Wappen. Das obige Mono-gramm findet man auf Zeichnungen, aus welchen der Nachahmer desVirgil Solis sich kund gibt. Sie datiren von 1SÖO an.

464. Hermann Wlslicenus, Historienmaler aus dem Grossherzog-fA/LQ thume Weimar, Schüler des Julius v. Schnorr, bediente sich^(\_jr dieses nur wenig abweichenden Zeichens auf Aquarellen undFederzeichnungen. Man könnte es für G W nehmen, nicht für H W,und daher machen wir nur vorläufig darauf aufmerksam. Unter Fl Wkommen wir auf diesen talentvollen Künstler zurück.

465. Georg Welnkenantt nennt sich ein Kartenmacher, welcherum 1S18 — 1JJ26 in Nürnberg gelebt habendürfte. Im Jahre 1830 fand man in einem Wand-schranke des Hauses des Albrecht Dürer einKartenspiel, auf dessen Blättern der Name des

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