Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
142
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1« GVR-GVS. Nr. 45B-4K7.

einer Lithographie in der Geschichte der neueren deutschen Kunstvon A. Grafen von Raczynski. Dieses Blatt stellt einen Landmann vor,welcher seiner Familie aus der Bibel vorliest. Die Cursiven kommenmit geringer Abweichung auf radirten Blättern vor. Letztere bestehen inStudien von Landschaften, Thieren und Figuren, gr. u. kl. 8 und qu. 8.Diese Blätter sind geistreich behandelt, und meist fieissig ausgeführt.

1) Die Ansicht von Frankfurt am Main. Erster Versuch. Kassel28. März 1027.

2) Ein Fries mit einem Felsenstück von Laubwerk umgeben, unddem Vordertheil eines liegenden langhaarigen Hundes. Ohne Namen.

3) Ein Fries mit mehreren Phantasien. Unten G. v. R. W. 19 MayNo. 1. Diese Schrift erscheint verkehrt.

4) Zwei Ziegen bei Buschwerk, an welchem die eine Blätter ab-frisst. Ohne Zeichen.

5) Ein todter Rehbock. Ohne Zeichen.

6) Zwei todte Füchse und ein todter Hase. G. v. R. fec. 1 Nov. 1828.

7) Der Kopf einer Ziege und eines Schafes. Ohne Zeichen.

8) Der Kopf eines Kalbes. Ohne Zeichen.

9) Drei Männer unter zwei grossen Bäumen. Zwei stehen undeiner liegt. Ohne Zeichen.

10) Ein stehender Tyrolcr. Felsen und Gletscher bilden die ferneUmgebung. G. v. R. 20 Nov. 1020.

11) Die Ruine einer gothischen Kirche. Unten G. v. R. 20 Nov. 1020.

455. Geraert van Russen, Goldschmied und Kupferstecher, warp v w um löl ° in Holland thfttig, indem sein Name darauf hin-U. V. ix. we ; se t Seine Blätter enthalten Ornamente für getriebeneArbeiten. Eines derselben ist mit dem Namen und der Jahrzahl 1610bezeichnet. Auf einem zweiten Blatte sind die Buchstaben G. v. R.beigefügt. H. 3 Z. Br. 2 Z. 2 L.

Wir wissen nur von zwei Blättern, der Künstler dürfte aber eineFolge hinterlassen haben, welche zu den Seltenheiten gehört.

456. Georg van Sichern, oder ein unbekannter Heister. Auf. tf dieses Zeichen, aber in etwas anderer Form, macht Christ

J3^ S. 203 aufmerksam mit der Bemerkung, dass es auf Holz-«ec-^"*- schnitten um 1S60 den Georg Scharffenberg bedeuten könnte.Ueber diesen Scharffenberg haben wir unter den Initialen G. S. ge-handelt, konnten uns aber nicht überzeugen, dass der FormschneiderG VS diesen Namen getragen habe. Es lag uns die Vermuthung näher,dass der Künstler Georg van Sichern heisse , und derselbe mit demälteren Christoph van Sichern, welcher um 1SBO— 70 in Basel thätigwar, in Verwandtschaft stehe. Wir fanden dieses Monogramm aufeinem Blatte in Christoph Wurstichen's Baszier Chronik —. Baselbei Sebastian Henricpetri 1500, fol. Es stellt einen Fähndrich vor,auf dessen Fahne das Wappen von Basel angebracht ist. Hinter ihmläuft ein Hnnd, und oben ist die Verkündigung Maria dargestellt.Unten rechts bemerkt man das Zeichen. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 8 L.In diesem Werke sind auch Blätter mit G. S. bezeichnet. Sielassen im Schnitte auf eine und dieselbe Hand schliessen.

457. Gilles van Scheyndel, Maler und Radirer, war um 1620 bisfy „ 1630 in Amsterdam thätig. Man nennt diesenCr. V . S.JJtvS. Künstler gewöhnlich Georg, und auch Georg Hein-is %> iT G-j <P rieh, wenn aber dieses sich so verhält, dann gibt** * J es zwei G. van Scheyndel. Ein Gilles oder Aegi-