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anderen Hausthieren. Darunter ist eine Folge von ö Blättern, derenmit den gegebenen Buchstaben bezeichnet sind. An der verwittertenMauer des ersten Blattes steht: P. G. Van Os fec. Ao. IT90. Höhe4 Z. 6 — 7 L. Breite 6 Z. 3 — 4 L. Die ersten Abdrücke sind ohneSchrift auf dem Titel, und haben nur leichte Einfassungslinien. Letzterewurden dann mit dem Stichel verstärkt. P. van Os radirte auch nocheine grössere Folge von Blättern mit Thieren, theils nach P. Potter,Berchem und Ruysdael, qu. 8 und qu. 4. Seine grossen Capitalblättersind im Künstler-Lcxicon beschrieben.
Dieser berühmte Meister starb zu Amsterdam den 28. März 1839.lmmerzeel gibt sein Bildniss.
453. Georg Volckamer, ein Patrizier von Nürnberg, war um 1710C Vnl inn ^ ls ^'^ Dilettant in der Architektur. Nach seiner Er-
' " findung wurden zwei grosse Blätter gestochen. Das einestellt eine Ehrenpforte auf Kaiser Joseph I., das andere einen Ehren-tempel auf Kaiser Leopold vor: G. Vol. inv. J. G. Erasmus deline-avit. L. C. Glotsch. sc.
454. Gerhard Wilhelm Ritter von Reutern fand schon im Künstler-
Cj „ Lexicon XIII. S. 54 als Militär und Maler eine Stelle,
.. ,y- K wir erhielten aber in neuester Zeit durch die Güte desr< ' X ' ' Herrn Baron von Lassberg nähere Aufschlüsse über
^£ Y/V . jp das Leben und Wirken dieses verdienten Mannes, undJy/1-[)M ■ itv.- g C ij erl g j c um so bereitwilliger, als nicht jeder Gelegen-heit hat, dieselben sich zu verschaffen. Den (!. (18.) Juli 1794 zuRösthof in Livland geboren, erhielt G. v. Routern von seinem zwölftenLebensjahre an Unterricht in der Petrischule zu St. Petersburg, undbezog nach drei Jahren die Universität Dorpat, um sich den Militär-Wissenschaften zu widmen. Im Herbst 1812 trat er in das Leibgarde-Husaren-Rcgimcnt als Cornet ein, und marschirte mit diesem 1813nach Schlesien. Er nahm als Lieutenant Theil an den Schlachten vonDresden, Culm und Leipzig, in welcher letzteren ihn eine Kanonen-kugel an der rechten Schulter verletzte, was die Abnahme des Armeszur Folge hatte. Er lag in Leipzig lange darnieder, machte aber schonim März 1814 bei beginnender Genesung seine ersten Versuche imZeichnen mit der linken Hand. Auf dem Wege zur Armee bestimmteihn die Nachricht der Einnahme von Paris in Weimar die Heilungseiner durch die Reise von Neuem entzündeten Wunde abzuwarten,und hier hatte die Bekanntschaft mit Göthe den entschiedensten Ein-fiuss auf seine nachmalige Bestimmung für die Kunst. In Baden-Badenschloss sich die Wunde gänzlich, und somit konnte er der Armeenachreisen; doch war ihm der Frontdienst unmöglich geworden. Ertrat daher im Februar 1815 zu Warschau bei dem Feldmarschall Barclaide Tolli als Adjutant ein , nahm aber im Spätherbst Urlaub in dieHeimath, und gelangte nach erreichter Mündigkeit in den Besitz seinesväterlichen Erbgutes Ajasch, wo er bis 1817 verblieb. Dieses und dasfolgende Jahr brachte er in Berlin und Hessen-Kassel zu. Dann bezoger die Universität Heidelberg, wo er bis Ende 1819 den Naturwissen-schaften oblag. Von da nach Petersburg zurückgekehrt, nahm er seinenAbschied als Rittmeister der Garde, welcher im Range dem Oberst-licutenant der Armee gleich ist. Am 20. August 1820 vermählte ersich mit Charlotte von Schwertzell auf Willingshausen, doch fehlteseinem Glücke noch immer der volle Besitz der Gesundheit. Er musstc1823 den Aufenthalt in einem milderen Klima suchen, und erst nacheinem dreijährigen Gebrauche des Bades Ems erlangte er die völlige