412 GS. Nr. 362 -365.
362. Glulio Sanuti, Zeichner und Kupferstecher von Venedig,rz C dessen Thätigkeit nm 1880—1878 fällt, behauptet im Künstler-
' Lexicon XV. S. 7 eine Stelle, und wir haben dort Supplementezu den von Bartsch XV. p. 499 ff. beschriebenen fünf Blättern desKünstlers gegeben. Ein solches muss auch hier erwähnt werden. Esstellt den Baum des Lebens vor, in einer grossen allegorischen Com-position von Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente, ver-mischt mit Todtentanzscenen u. s. w. Im Rande ist eine Inschrift:CREAT — M.D.LXXH— G.S. Dieses äusserst seltene Blatt kenntBartsch nicht. "Wir finden es im Catalogc des Dr. B. Petzold, VII. part.No. 1369 beschrieben. Wir kennen kein zweites Blatt mit G S. Nurein einziges hat ein aus S VI gebildetes Monogramm. Der Künstlerfügte auch nur selten den Namen bei.
363. Gottfried Stein, Kupferstecher in Augsburg, war um 1690p c bis 1700 thätig. Man findet historische Blätter von ihm, so-
wie Vorstellungen aus der Zeitgeschichte. Auf Landschaftennach Sebastian le Clerc kommen die Initialen des Namens vor.
364. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge G. S. zeich-P c neten, wie Schlickcysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 128,"• ö> behauptet.
Gerdt Schriller (Schreiber), Münzmeister in Riga um 1847.Georg Friedrich Staude, Münzmeister des Herzogs Albert III. zuCoburg von 1677 — 1680.
Gottfried Sesemann, Münzmeister des Königs Christian V. vonDänemark, war um 1680 — 1690 thätig. Die Initialen seines Namensfindet man auf einer Medaille mit der Ansicht des Schlosses Frederiks-borg von 1682. 0. Jacobäus gibt sie auf Tab. XXX. No. 25 in Ab-bildung, er kannte aber den Verfertiger nicht. Schlickeysen nennt ihnGregor Sesemann.
G. Schmelz, Medailleur, arbeitete um 1737 in Stuttgart.
365. Georg Schont oder Sehern, und Georg von Sichern, wird nach
. Tradition der Verfertiger einer Holzschnittcopic desGS/S' a =^>-76 Todtentanzes in Basel und Bern genannt. DiesesCr<T«c=o=i. Werk erschien zu Basel, wo auch der letztgenannte
Künstler gelebt hat, und es ist wohl möglich, dasses sich um die eine und dieselbe Person bandle. In Basel hielt sichder alte Christoffel van Sichern auf, und vielleicht war der traditionolleGeorg von Sichern der Sohn desselben. Sein Name kommt aber aufkeinem Blatte vor, nur ein aus GVS bestehendes Monogramm findetman auf einem Holzschnitte der Basler Chronik von Christian Wur-stisen. Basel bei Sebastian Honricpetri 1580. Andere wollten unterden Initialen G. S. den gelehrten Sigmund Gelenius von Basel, andereden Georg Scharffenberg von Görlitz vermuthen, allein weder der eine,noch der andere kann einen Anspruch begründen. Der Formschneiderlebte aber sicher in Basel, und wenn nicht Georg Schom, oder nocheher Georg von Sichern die Platten zum Todtentanze geschnitten hat,so müssen wir die weitere Deutung der Buchstaben unterlassen.
Dieser Todtentanz erschien unter folgendem Titel: Zwen Todten-täntz: || Deren der eine zu \ Bern dem Anderen | Ort Hoch-loblicher Eydtgno- \ schafft zu Sani Barfüssern: Der Ander aberzu | Basel dem Neundten Ort yemelter \ Eydlgnoschafl aufS. Pre-digers Kirch- | hof mit Teulschen Versen, dazu auch die La- \teinischen kommen, ordenlich \ sind verzeichnet. — Jetzt erstmals