Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
105
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GS. Nr. 344. tOS

Zacharias in Gegenwart des hohen Priesters die Gehurt des Johannesverkündet. Auf der Rückseite ist eingeritzt: Anno i(i'p5 \ GeorgSchweiger \ Bilthaver hin Nur \ n berg dem 25 Morlz \ Fecit.Das vierte Basrelief der Arnhraser Sammlung hat die Taufe Christi imJordan zum Gegenstande, und ist wie die übrigen von vollendeterTechnik in den kleinen ausdrucksvollen Figuren. Im k. k. Münz- undAntikenkahinet ist ein trefflich in Kehlhcimer Stein geschnittenes Bild-niss des Kaisers Ferdinand III., mit der eingeritzten Schrift auf derRückseite: Georg Schweigher \ Bilthaver In Nürn \ berg Anno 1G48 \den 30 November \ Fecit. Bekannt gemacht von Ar'neth: Monu-mente des k. k. Münz- und Antiken-Cabinets. III. Taf. VIII.

In der k. Kunstkammer zu Berlin sind drei hohl in Bronze ge-gossene Medaillons mit den Bildnissen von Pirckheymer , Melanchthonund Tcophrastns Paracelsus, ebenfalls mit dem Namen des Künstlers,welcher sich hier der Kupferstiche A. Dürcr's bediente. Das Monogrammkommt selten vor. Das zweite Zeichen fand Brulliot an einem iügelblichem Steine ausgeführten weiblichen Bildnisse. Der Meister starbzu Nürnberg l(i!)0.

344. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte^_^ des 10. Jahrhunderts in Deutschland thiitig war. Bartsch[Q IX. p. 43!) bringt ihn mit dem Monograministen No. 342•/v-7 in Verbindung, und Brulliot glaubt, dass Georg Scharffcn-berg von Görlitz sich dieses Zeichens bedient habe. Wir könnenweder für die eine, noch für die andere Ansicht stimmen, sondernmöchten glauben, dass unser Meister mit jenem G S, welcher um I !i7(iden Basler- und Berner-Todtentanz in Holz geschnitten hat, EinePerson sei. Ob dieser Georg Schein oder Georg von Sichein geheissenhabe, lassen wir unberührt, da unter G S No. 30U darüber gehandelt ist.Auch der Meister mit dem obigen Zeichen signirte Blätter G S, und zwarsolche mit Copien nach A. Dürer's Passion, B. No. 10—I>2. Auf diesenBlättern kommen die Jahrzahlen /.Oß.5 und /ö6',9 vor. Heller, A.DürerS. 554 ff., fügt nach Bartsch das Monogramm No. 342, und dann dieInitialen G S mit dem Messer bei, welche auf den Blättern mit denStädteansichten &c. in Höniger's Haushalt der Türken, und dann auchin S. Münster's Cosmographie vorkommen. Er scheint die fraglichenCopien nicht gesehen zu haben, da sie wohl sehr selten sind, indemauch dem Verfasser des Peintre-graveur angeblich von 37 nur siebenCopien vorlagen, welche nach seiner Angabe von ungeschickter schwer-fälliger Hand kommen. In der Sammlung des Grafen Sternberg-Mandcr-schoid II. No. 338 fand Frenzel deren fünf vor, und dieser Schrift-steller fügt das zweite Zeichen bei. Es ähnelt dem ersten, welcheswir nach Bartsch copirt haben. Diese Zeichen findet man also auf denCopien der Passion von A. Dürer, es ist aber möglich, dass auchBlätter mit den Initialen GS vorkommen. Wir zählen hier die Passions-vorstellungen nach Heller auf, sie mögen mit dem Monogramme odermit den Initialen bezeichnet seyn. Es sind uns diese Blätter nicht zuGesicht gekommen, was auch bei Heller der Fall zu seyn scheint, in-dem er immer nur sagt, die fragliche Copie sei vom Meister G S. DasMass gibt er auf 7 Z. tl L. Höhe, und 5 Z. 4 L. Breite an. Daserste Blatt der Dürer'schen kleinen Passion stellt den leidenden Hei-land auf einem Steine sitzend vor, welcher nicht copirt zu seyn scheint.Alle der folgenden Copien sind vergrössert. Wir haben dabei auf dasOriginal nach Bartsch hingewiesen.

1) Adam und Eva im Paradiese, B. No. 17.

2) Die Vertreibung derselben aus dem Paradiese, B. No. 18.